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Gastronomie
Volker Drkosch eröffnet eigenes Lokal

Düsseldorf. Es ist still geworden um den Sternekoch Volker Drkosch, nachdem der Patron das Victorian an der Königstraße verließ. Das war vor zwei Jahren. Seitdem konnten nur wenige seine Kochkünste genießen, denn er war als Berater und künftiger Küchenchef für das Hotel "The Fritz" tätig. Doch als dessen geplante Eröffnung sich immer wieder weiter verzögerte, kam ein Angebot dazwischen, bei dem er nicht Nein sagen konnte.

"Bread & Roses" heißt das neue Lokal, das am Montag offiziell eröffnet, allerdings an den ersten beiden Tagen schon ausgebucht ist. Gemeinsam mit dem ehemaligen Restaurantleiter des Victorian (Sommelier des Jahres 2015) Michael Noack und seiner Lebensgefährtin Susanne Schmitt (Floristin des Jahres) will er das Restaurant betreiben.

Drkosch, inzwischen mit Vollbart, der ein wenig grau ist, hat an der Gerresheimer Straße in Pempelfort das ehemalige "Sascha's Rotisserie". übernommen. Oder besser: er hat zwei Monate renoviert und umgebaut. Dabei hat er zwei Tage kräftig zugeschlagen, um eine Wand vom Putz zu befreien. Herausgekommen ist eine Backstein-Mauer, die dem Gast beim Betreten des Restaurants sofort ins Auge fällt. Die Tische sind geblieben, die Stühle neu und ebenso wie die Sitzbänke mit weichem Samt überzogen.

Die Küche ist offen, so dass der Gast dem Maître beim Zubereiten der Speisen zusehen kann. Dabei ist zu erahnen, dass der Raum mit 30 Plätzen mal eine Pommes-Bude war.

"Ich wollte mich immer mal selbstständig machen", sagt Drkosch. Jetzt hat der 46-Jährige eine neue Herausforderung gefunden. Diese Woche ging es an die Feinarbeiten wie Geschirr und Besteck besorgen. Jedenfalls das, was fehlte. "Denn vieles habe ich vorher schon auf Flohmärkten in Düsseldorf und Berlin gekauft", sagt Drkosch.

Die Lampen über der Bar müssen noch angebracht. Lebensgefährtin Susanne ist für die Deko zuständig ist, und damit auch für die Blumen. Derweil hat Michael Noack den Weinkeller bestens bestück. Die Weinkarte ist außergewöhnlich: Sie ist weder nach Rebsorten noch nach Anbaugebieten sortiert, sondern nach Geschmack.

Die Speisekarte hingegen steht noch nicht. Aber Drkosch, der regelmäßig die Gerichte wechseln wird, hat (fast) alles im Kopf und "ich stelle einen hohen Anspruch an die Produkte", sagt er. Sein Konzept: Es gibt keine Haupt- und Vorspeisen, sondern einzelne Gerichte. Drei davon sollte der Gast schon essen (jeweils um die 12 bis 16 Euro). Marinierter weißer Spargel mit Tatar vom Stör oder marinierter Topinambur mit Austernpilzen und Vanille könnten ab Montag auf der Speisekarte stehen. "Unser Konzept lautet: Wir machen die Sachen, die wir selber gerne essen und trinken würden", sagt er. Birgit Wanninger

Quelle: RP
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