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Monika Voss
Was den kleinen Prinz besonders macht

Düsseldorf. Es gibt Dinge, die lassen sich mit Mundart einfach treffender beschreiben als mit Hochdeutsch. In ihrer Düsseldorfer Version von "Der kleine Prinz" ("Dä kleene Prenz", Droste Verlag) liefert Autorin Monika Voss dafür gleich mehrere Beispiele. Als Synonym für den kleinen Prinz ist dort unter anderem von einem "kleen Ströppke" die Rede. "Die Formulierung hat mir am besten gefallen. Sie vermittelt Gefühl und Zärtlichkeit", sagte Monika Voss gestern bei der Vorstellung ihres Buchs im Heine-Institut in der Carlstadt.

Bei ihrer Übertragung des Original-Stoffs von Antoine de Saint-Exupéry hat sie nicht immer jedes Wort 1:1 überführt. "Man darf nicht an jedem Wort kleben, man muss es irgendwie umschreiben", sagte sie. Wo der kleine Prinz in der hochdeutschen Übersetzung zu einer Blume schlicht "Wie schön Sie sind" sagt, heißt es in der Mundart-Übertragung: "Ech kann nimmieh! War besde för e lecker Blömke! Direktemang zum Aanbieße!"

Monika Voss, die in der RP die Kolumne "Onger Ons" schreibt, sagte, dass sie hoffe, mit ihrem Buch ein kleines Stück dazu beizutragen, dass die Mundart erhalten bleibe. Die Motivation, das Werk in die Mundart zu überführen, kam aus der Nachbarstadt, erzählte die Autorin: "Als ich gesehen habe, dass es eine Version auf Kölsch gibt, habe ich mir gesagt: ,Das können wir auch'." Wer Monika Voss erleben möchte, hat dazu am Sonntag, 25. Oktober, Gelegenheit. Mit Wulf Metzmacher leitet sie eine Führung über Heinrich Heine. Treffpunkt um 11 Uhr ist das Maxhaus, Schulstraße 11.

(jaw)
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