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Lieblinge Der Bühne
Was Süßes für Nadolny und Schanze

Lieblinge Der Bühne: Was Süßes für Nadolny und Schanze
Die Schauspieler Michael Schanze und Petra Nadolny in der Komödie "Ein Herz aus Schokolade". FOTO: Peter Bocklage
Düsseldorf. Auf der Bühne der "Komödie" türmt sich bei "Ein Herz aus Schokolade" eine Pyramide aus Pralinen. "Alle aus Gips", klärt Michael Schanze auf. Aber es werden im Stück doch einige vernascht? "Ja, die sind markiert, weil man sie von den falschen nicht unterscheiden kann." In der Confiserie Heinemann sind dagegen alle Süßigkeiten echt. Schanzes Kollegin Petra Nadolny wähnt sich bei einem gemeinsamen Abstecher wie im Schlaraffenland. "Die Champagnertrüffel, eine wahre Wucht", schwärmt sie, schließt die Augen und lässt ein Kügelchen auf der Zunge zergehen: "Ich liebe Schokolade und esse gern und viel davon. Auch wenn man es mir nicht ansieht." Michael Schanze seufzt. "Und bei mir vermutet es jeder, dabei stimmt es gar nicht." Aber, wenn schon, hege er eine Vorliebe für dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil, "am liebsten zu einem Gläschen Rum oder Whisky." Petra Nadolny stimmt ihm zu: "Damit der Schokogeschmack lange nachwirkt, müssen es dunkle Sorten sein. Ich verputze sie nach der Vorstellung. Sie geben mir meine Energie zurück. Theaterspielen ist Schwerstarbeit."

Während es Michael Schanze als Patissier im Stück recht gemütlich hat, schlüpft Petra Nadolny - auch bekannt aus der Comedy-Serie "Switch" - in Windeseile in mehrere Frauenrollen. Sie kennt sich mit rasanten Kostümwechseln aus und hat dabei ihre Wandlungsfähigkeit perfektioniert. "Sie macht das brillant", sagt Michael Schanze. Als die Autorin Valerie Setaire ihm im Frühjahr das Buch zu dieser Uraufführung vorlegte, war er entzückt. "Aber alles hing von der Besetzung des weiblichen Parts ab. Ich wusste, wenn die kein Knaller wird, sind wir aufgeschmissen." Petra Nadolny hatte wenig Bedenken: "Wenn ich das Geheimnis einer Figur erspüre, kann ich mir den Charakter bauen. Und so war es hier."

Den Zuschauern gefällt das charmante Stück, dem man bis 13. November noch viel Zustrom gönnen würde. Die beiden schätzen ihre Bühnenpartner Andreas Werth und Werner H. Schuster, loben das sichere Händchen von Regisseur Rolf Berg und bedauern sehr, dass die "Komödie" ins Schlingern geriet. "So ein wunderbares, gemütliches Theater", sagt Petra Nadoly. Schon deshalb legen sie sich mächtig ins Zeug, wuppen auch die Doppelvorstellung am Samstag ohne Murren. Selbst wenn hinter Nadolny wieder mal eine "Hammerwoche" liegt - sie dreht bei RTL gerade die Sitcom "Nicht totzukriegen", bei der auch Jochen Busse mitwirkt. Abends fahren sie oft zusammen nach Düsseldorf, wo er zum "Pantoffelpanther" im "Theater an der Kö" abbiegt.

Auf der Straße werden die "Schokoladen"-Schauspieler oft erkannt. Schanze staunt über seine Popularität, wo er sich doch schon 1999 vom Bildschirm verabschiedete. Seither spielt er Theater und komponiert Musik wie die Zwischenmusik für "Ein Herz aus Schokolade". "Dazu tanze ich immer hinter den Kulissen", sagt Nadolny.

Regina Goldlücke

Quelle: RP
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