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Interview
Wolfram Kons startet seinen Spendenmarathon

Interview: Wolfram Kons startet seinen Spendenmarathon
Wolfram Kons hält sich mit Laufen fit. Heute ist er mit dem Spendenmarathon auf RTL zu sehen. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Mittlerweile ist es eine gute Tradition: Zum 21. Mal startet der Düsseldorfer Wolfram Kons heute live um 18 Uhr den RTL-Spendenmarathon. Die längste Charity-Sendung (24 Stunden) im deutschen Fernsehen ist der jährliche Höhepunkt und die wichtigste Spendenaktion von "RTL - Wir helfen Kindern". Mehr als 143 Millionen Euro kamen seit 1996 für Not leidende Kinder in Deutschland und der ganzen Welt zusammen.

Sie starten in die 21. Runde, was ist Ihnen von Ihrer Premiere in Erinnerung geblieben?

Kons Damals haben wir aus dem fünften Untergeschoss bei RTL gesendet. Eigentlich war das Studio als Tiefgarage geplant. Da haben wir dann wirklich rund um die Uhr keinen Strahl Sonne abbekommen. Irgendwie war es ein großes Abenteuer, und wir haben das gesamte RTL-Programm durcheinander geworfen. Da hat sich also nicht verändert bis heute.

Was treibt Sie an?

Kons Ich bin selbst auch sehr viel in den Projekten. Ich sehe, wie es den Kindern geht, was die Kinder brauchen, was ihnen fehlt. Wenn man diese Bilder im Kopf hat, dann kann man wirklich mal eine Nacht auf Schlaf verzichten. Schlaf wird da generell überbewertet. Zumindest bei der Hilfe für Kinder.

Auf welchen prominenten Teilnehmer freuen Sie sich dieses Mal besonders?

Kons Wir haben immer große Namen dabei. Shakira, Königin Silvia, Steffi Graf, den Dalai Lama oder den Papst. Aber das sind nicht die wichtigsten Personen. Der eigentliche Star, das ist die Hilfe für Kinder selbst. Und die, die jeden Tag mit den Kindern arbeiten. Die bewundere ich. Die Therapeuten, die Lehrer, die Erzieher, die Krankenschwestern und Ärzte, alle, die bereit sind, auch mal ein Risiko einzugehen, wenn es darum geht , Kindern zu helfen. Da werde ich sehr demütig und dankbar, dass es solche Menschen gibt.

Die Sendung ist sicher auch anstrengend, wie halten Sie sich fit für den Marathon?

Kons Das glaubt mir ja keiner: ich trinke überhaupt gar kein Kaffee. Viel Wasser ist wichtig. Und im Kopf das Ziel haben. Die Fokussierung auf: wir müssen diesen Kindern helfen. Außerdem habe ich natürlich ein wirklich gut eingespieltes Team. Aber dann nehmen wir jedes Jahr auch ganz junge Leute dazu. Das ist wie bei unserem Paten Jogi Löw: die Kombination aus sehr erfahrenen Spielern und ganz jungen. Das ist die Power, die den Spenden-Marathon ausmacht.

Welche Düsseldorfer machen mit?

Kons Seit Jahren sorgt Vodafone aus Düsseldorf dafür, dass wir wirklich alle Spenden dann auch auf unsere Spenden-Uhr packen können. Da engagieren sich Tausende Mitarbeiter freiwillig. Im Fernsehen sieht man ja nur das Callcenter mit den Prominenten. Und diesmal sind auch viele Kinder aus Düsseldorf dabei. Gleich in der Auftakt-Sendung heute um 18 Uhr. Die haben im Sommer ein tolles Fußballturnier gemacht. Die Kinder bringen das Geld selbst ins Studio nach Köln. Ich freu mich schon sehr auf diese Delegation aus meiner Heimatstadt Düsseldorf. Denn das ist der Geist des Spendenmarathons: dass auch Kinder Kindern helfen.

Ist der Marathon für Sie die besondere Einleitung in die Weihnachtszeit?

Kons Ja, wenn der Marathon vorbei ist, dann gibt es den ersten Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf. Meine zwei kleinen Jungs und meine Frau wissen das natürlich. Und freuen sich dann doppelt, wenn wir die Schlusssendung beim Marathon erfolgreich im Kasten haben.

Ihr Wunschtraum in Sachen Marathon lautet wie?

Kons Ich wünsche mir, dass wir alle einfach mehr auf einander achten. "Augen auf" singt in diesem Jahr Sarah Connor für uns beim Spendenmarathon. Und das wünsche ich mir für alle Kinder, aber auch für alle Erwachsenen. Gerade jetzt in diesen Zeiten. Brigitte Pavetic

Quelle: RP
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