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Patrick Mölleken
Wollte schon mit fünf auf die Bühne

Patrick Mölleken: Wollte schon mit fünf auf die Bühne
Patrick Mölleken spielt im Dortmund-Tatort "Hundstage", der am 31. Januar zu sehen ist, einen Jungen zwischen den Fronten. FOTO: Maximilian Karl Schmidt
Düsseldorf. Ein deutscher Montagmorgen ist manchmal einfach nicht ganz so schlimm, weil etwas vom Wochenende noch nachhallt. Auch wenn es dabei immer um ein Verbrechen geht: der "Tatort". Ein schöner Abschluss für das Wochenende, findet Patrick Mölleken. Von Verena Patel

Der 22-jährige Wahl-Düsseldorfer spielt demnächst seine erste Rolle in der Dortmunder Ausgabe der Kult-Krimiserie: einen Jungen, der von einer fremden Frau für den eigenen Sohn gehalten wird. Damit beginnt ein Verwirrspiel um Einbildung und Wahrheit. "Ich habe noch nie eine Rolle gespielt, bei der ich im Vorfeld so wenig verraten durfte, um nicht die Handlung preiszugeben", sagt Patrick Mölleken.

Ansonsten fasst er seine Vorstellungen ganz genau in Worte. "Ich stand zum ersten Mal mit fünf Jahren auf der Bühne. Das war bei einer Kreuzfahrt mit meinen Eltern. Ich habe die Moderatorin einfach gefragt, ob ich irgendeine Aufgabe übernehmen könne, wie zum Beispiel die Gäste zu begrüßen. Das fiel mir leicht und in dem Moment wusste ich, dass mein Herz für die Bühne schlägt. Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht." Da war dieser Moment, in dem er spürte, das Publikum geht mit, es baut sich etwas auf. Mit zehn Jahren fing er an, seinen Traum Schauspieler zu werden, konsequent zu verfolgen.

Sein Vater las etwas über eine Schauspielagentur in der Zeitung. Mölleken erinnert sich daran, wie er mit seinem großen Bewerbungsumschlag zu der Agentur fuhr und ihn mit Müh und Not in den viel zu kleinen Briefkasten stopfte. Der Rest hört sich an wie ein Leichtes. Der Teenager wirkt in Fernsehspots mit, macht neben der Schule an den Wochenenden eine Schauspielausbildung in Köln. Er spielt Teenierollen im Fernsehen wie in "Rennschwein Rudi Rüssel". Krimi- und Action-Produktionen wie Episoden aus der "Soko"-Reihe, "Heiter bis tödlich" oder "Alarm für Cobra 11" folgen.

Daneben gibt es Ausflüge auf "Das Traumschiff" und zu "Sturm der Liebe". Seit Jahren sei es sein Traum gewesen, einmal in einem "Tatort" mitzuspielen, erzählt er. "Es ist sehr schade, dass eine so schöne Stadt wie Düsseldorf keinen eigenen Tatort mehr hat. Der Kontrast zwischen Tradition und der Moderne unserer Rheinmetropole ist einzigartig, das käme bestimmt auch in einem ,Tatort' toll zur Geltung." Der Medienhafen, die Schwanenhöfe, das japanische Viertel - Möllekens Lieblingsorte in der Landeshauptstadt. Im "Kikaku" ist er besonders gern, dort versteht er sich gut mit den Mitarbeitern.

Mehrere Rollen, die in der Zeit des Nationalsozialismus angelegt sind, hat er bereits gespielt. Bei der Vorbereitung zählt er auf die Unterstützung seiner Großmutter: "Meine Großmutter erzählt mir Geschichten, die sie selbst erlebt hat und die man in der Art nie wird lesen können, zum Beispiel, dass sie damals in der Reichskristallnacht gesehen hat, wie ein Flügel aus einem Fenster des Stern-Verlags gestoßen wurde." 

Quelle: RP
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