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Stadtplanung als Baustelle

Düsseldorf. uwe-jens.ruhnau

@rheinische-post.de

Es werden wieder viele neue Kräne aufgebaut. Überall in der Stadt werden Projekte in Angriff genommen. In der Innenstadt rückt nach dem Kö-Bogen, der Ende 2019/Anfang 2020 endgültig fertig wird, die Gegend zwischen Hauptbahnhof und Kö in den Blickpunkt. Wie schon das Quartier Central in Pempelfort gezeigt hat, ist das Phänomen zu beobachten, dass sich der Charakter der Kernstadt ausdehnt, die Innenstadt gleichsam wächst. Deswegen wird im neuen Jahr auch die Stadtplanung selbst zur Baustelle: Unter dem Begriff "Raumwerk" soll es eine große Konferenz zur Stadtentwicklung geben, weitere Überlegungen werden angestoßen. Wo soll es "City-Cluster" geben? Wo arbeiten und leben viele Menschen beieinander, wo sind deswegen Verdichtungen in Ordnung und vielleicht auch neue Hochhäuser? Wo soll dies keinesfalls so sein, wo würden solche Komplexe das Leben, das Stadtklima oder vielleicht "nur" die Sichtachsen stören? Solche Fragen sollen gestellt und beantwortet werden, damit die Stadt weiter dynamisch wächst und dennoch auch Heimat und Dorf an der Düssel bleibt. Eine schwierige Aufgabe, zu der es keine Alternative gibt. Die Zwickmühle, in der die Planer stecken, ist ein Segen: Düsseldorf ist eine attraktive Stadt, die das vielfältige Interesse kanalisieren muss.

Quelle: RP
 
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