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Düsseldorf
Stadtrat entscheidet im Juli über Kö-Bogen II

Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II
Das sind die Entwürfe für den Kö-Bogen II FOTO: Ingenhoven/ Doug and Wolf
Düsseldorf. Ende August könnten am Gustaf-Gründgens-Platz die Abrissbagger anrücken. Vorher muss die Politik aber dem Bebauungsplan zustimmen. Der wird dem Stadtrat laut Oberbürgermeister Thomas Geisel am 7. Juli zur Entscheidung vorgelegt und bereits vorher - am 22. Juni - dem Planungsausschuss als Fachgremium. Von Denisa Richters

Sechs Wochen später könnte die Baugenehmigung erteilt werden. Ob es eine politische Mehrheit geben wird, hängt davon ab, ob bis dahin der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und Investoren unterschrieben ist. "Das ist sportlich", sagt Geisel. "Ich sehe aber nicht, warum das nicht gelingen sollte." Bei diesem Teil des Projekts Kö-Bogen II sollen die Bestandsgebäude am Rand des Platzes (Ecke Bleichstraße) und die Tiefgarage unter dem Platz abgerissen werden. Nach einem Entwurf von Christoph Ingenhoven soll von der Bleichstraße bis zur Berliner Allee ein langer, 26 Meter hoher Gebäuderiegel entstehen, der zum Platz hin terrassiert und mit Hainbuchhecken bepflanzt wird. Daneben ist ein gläserner Pavillon mit schrägem Rasendach geplant. Zusammen bilden sie das "Ingenhoven-Tal" mit Blickachse auf das Schauspielhaus.

"Ohne städtebaulichen Vertrag werden wir nicht zustimmen", sagt Manfred Neuenhaus (FDP). "Wir entscheiden, wie Kö-Bogen II aussieht, nicht die Investoren." Auch Grüne und CDU sind skeptisch: "Wir stimmen nur zu, wenn es einen Vertrag oder eine gleichwertige Absicherung gibt, die garantiert, dass es für die Stadt kein Risiko gibt", sagt Astrid Wiesendorf (Grüne). "Ohne Kenntnis der Vertragsinhalte werden wird nicht zustimmen", betont Andreas Hartnigk (CDU). "Ich gehe davon aus, dass der Vertrag bis dahin fertig ist", sagt SPD-Fraktionschef Markus Raub. Das sei von allen Seiten zugesichert worden.

Noch laufen die Verhandlungen. Basis ist eine Absichtserklärung beider Seiten (Letter of intent), die geschlossen wurde, als es darum ging, einen höheren Verkaufspreis für das Areal zu erzielen. Geisel hatte nachverhandelt und eine Summe von 70 Millionen Euro vereinbart. Das Geld soll in zwei Tranchen fließen: eine Hälfte, wenn das Grundstück an den Investor geht, die andere bei Inbetriebnahme der beschriebenen Gebäude. Zu den Punkten, die vertraglich festgelegt werden sollen, gehören eine funktionierende Fassadenbegrünung und das Recht der Stadt, den Platz auch nach dem Verkauf zu nutzen und zu gestalten. Das soll im Grundbuch eingetragen werden, damit es auch nach einem Wechsel der Eigentümer gültig bleibt.

Quelle: RP
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