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Düsseldorf
Stadtrundfahrt mit Doppeldeckern

Woher Touristen nach Düsseldorf kommen
Woher Touristen nach Düsseldorf kommen FOTO: ddp
Düsseldorf. In Paris, London und München gehören sie längst zum Stadtbild – jetzt können Touristen auch Düsseldorf in offenen Bussen mit Stadtführern erkunden. Die Tourliner gehören zum Gesamtkonzept, mit dem die Stadt Tagestouristen umwirbt. Von J. Puzalowski und G. Stenzel

Wichtige regionale Verwaltungsstellen, internationale Wirtschaftsunternehmen, Kunst und Kultur in geballter Form: Düsseldorf ist eine Metropole. Und als eine solche zieht sie viele Touristen an. Wenn auch die Besucherzahlen aufgrund der Wirtschaftskrise rückläufig sind, die Düsseldorf Marketing Tourismus GmbH (DMT) meldet eine um acht Prozent gestiegene Nachfrage bei Stadtführungen.

"Deshalb bieten wir jetzt besondere Busrundfahrten an", sagt DMT-Geschäftsführerin Eva-Maria Illigen-Günther. Rundfahrten gab es bisher auch schon – allerdings nur in geschlossenen Bussen und nur über die vollen 120 Minuten. Neu ist jetzt das offene Dach und die Möglichkeit, fast überall zu- und absteigen zu können: "HopOn – HopOff" heißt dieses Prinzip.

Das neue Angebot gehört in das Gesamtkonzept, mit dem die DMT das ganze Jahr hindurch um Touristen wirbt. Hotels und Events können zu bestimmten Ereignissen wie Kirmes, Weihnachtsmarkt und Karneval zentral gebucht werden, besondere Angebote macht die Stadt auch ihren Messegästen und Tagestouristen aus dem nahen Ausland.

Busse kommen aus Berlin

Am Mittwoch, 17. März, starten nun zudem die Doppeldecker. Zwei dieser Busse sind permanent im Einsatz, einer steht als Ersatz bereit. Sie kommen aus Berlin, dort waren sie im Linienverkehr im Einsatz. Für die NRW-Landeshauptstadt wurden sie umlackiert, jetzt strahlen sie rot und tragen einen weißen Radschläger als Symbol an der Seite.

Sie fahren täglich um 11, 13 und 15 Uhr am Hauptbahnhof los, samstags zusätzlich um 17 Uhr. Die Busse steuern acht Haltepunkte an, an denen je nach Belieben ein- und ausgestiegen werden kann. "So kann man etwa spontan den Aquazoo besichtigen oder einen Spaziergang durch den Nordpark machen und später wieder zusteigen", sagt Illigen-Günther.

Wer die Fahrt ohne auszusteigen von Anfang bis zum Ende mitmacht, braucht dafür 90 Minuten. Vom Hauptbahnhof aus geht es zur Königsallee, dann weiter zum Burgplatz, in den Medienhafen, wo am Rheinturm gehalten wird, und anschließend über die Rheinkniebrücke nach Niederkassel zum EKO-Haus für japanische Kultur.

Danach fährt der Bus über die Oberkasseler Brücke wieder auf die rechte Rheinseite. Dort hält er an der Rheinterrasse, am Aquazoo und am Schloss Jägerhof in Pempelfort, bevor er wieder zum Ausgangspunkt Hauptbahnhof zurückkehrt. Mit an Bord ist ein Stadtführer, der die Sehenswürdigkeiten auf deutsch erklärt, für neun weitere Sprachen gibt es Kopfhörer: russisch, holländisch, spanisch, französisch, japanisch, italienisch, chinesisch, polnisch und natürlich englisch.

Mehrere Sprachen zur Auswahl

Die Gäste können mit einem Drehknopf an der Rückenlehne ihres Vordermanns die Sprache wählen. Dafür, dass die Ansagen genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, sorgt ein automatisches Sprachsystem an Bord, das per GPS gesteuert wird.

Die Fahrt ist aber nicht nur etwas für Touristen, auch Einheimische können von den kundigen Stadtrundführern noch etwas lernen. Denn nicht jeder Düsseldorfer weiß, dass etwa die Kunsthalle eine ehemalige Jesuitenkirche ist, dass das Carschhaus 1982 zu Gunsten des U-Bahn-Baus um 23 Meter versetzt wurde, oder dass dort, wo Rheinturm und Landtag heute stehen, einst ein Hafenbecken war, das für ihren Bau zugeschüttet wurde.

Die Preise unterbieten die anderer Großstädte: Zwölf Euro zahlen ein Erwachsener und zwei Kinder insgesamt für eine Fahrt ohne Aussteigen. Das "HopOn – HopOff"-Ticket kostet für die gleiche Konstellation 15 Euro. Es ist zwei Tage lang gültig.

Die Tickets gibt es in den Touristen-Informationen am Bahnhof sowie direkt im Bus. Bestellbar per Telefon 0211 17202854, per E-Mail an willkommen@duesseldorf-tourismus.de

Quelle: RP
 
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