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Düsseldorf
Stadtspitze hält Aus des Dominikus für verkraftbar

Düsseldorf. Der städtische Gesundheitsdezernent Andreas Meyer-Falcke befürchtet keine gravierenden Folgen, sollte der Betrieb des Dominikus-Krankenhauses in Heerdt eingestellt werden müssen. Das Krankenhaus befindet sich zurzeit in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung.

Es drohe im Fall der Schließung "aus medizinischer und therapeutischer Sicht keine Unterversorgung", sagt Meyer-Falcke im RP-Interview. Er könne aber die Menschen im Linksrheinischen verstehen, die es als Lücke empfänden, wenn es auf ihrer Rheinseite kein Düsseldorfer Krankenhaus mehr gäbe. Tatsächlich gebe es auf der anderen Rheinseite in Düsseldorf und auch in Neuss gute Krankenhäuser.

Das Dominikus wird seit 2012 umgebaut. Verzögerungen haben zu Kostensteigerungen von rund zehn Millionen Euro geführt, ursprünglich war man von knapp 20 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. Der Insolvenzantrag bei Gericht lautet auf drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung, derzeit sucht Geschäftsführer Guido Severin Investoren. Die 450 Angestellten erhalten Insolvenzgeld, viele schauen sich bereits nach neuen Jobs um. Bis Ende Juli muss eine Lösung gefunden sein.

(hdf/ujr)
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