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Altstadt
Japanisches Superfood in der Altstadt

Altstadt: Japanisches Superfood in der Altstadt
Architekt Peter Uedingslohmann im Ladenlokal des von ihm entworfenen Hauses aus Stahl und Beton in der Kapuzinergasse. FOTO: Torsten Thissen
Altstadt. Ein spektakulärer Neubau in der Kapuzinergasse zielt mit japanischen Drinks, Snacks und Produkten auf Hipster-Klientel. Von Torsten Thissen

Es gibt nicht wenige in diesen Tagen, die durch die Kapuzinergasse in der Altstadt laufen und sich über ein scheinbar über Nacht entstandenes Haus wundern. Das Haus ist aus Glas, Stahl und Beton, zwei Türen öffnen es zur Altstadt hin, eine Tür wiegt mehr als zwei Tonnen. Von innen schaut man in den Himmel, auf die umliegenden Häuser und die Straße. Ein offener Fahrstuhl führt etwa 15 Meter hoch bis unter das Dach, vorbei an Sichtbetonwänden.

Ein solch ungewöhnlicher Bau, dessen Planung, Genehmigung und Ausführung mehr als sieben Jahre in Anspruch genommen hat, wie Architekt Peter Uedingslohmann sagt, kann schlecht die nächste Kette beherbergen, und so darf sich Düsseldorf auf eine Europa-Premiere freuen: Der "Pit in Club" wird seine erste Filiale in Europa hier eröffnen. Dabei handelt es sich um ein Food-Konzept aus Japan, das in Tokio sehr erfolgreich ist.

Japanisches Restaurant in Düsseldorf – das sind unsere Favoriten FOTO: Endermann Andreas

Verkauft wird sogenanntes Superfood, dabei geht es laut Projektinitiator Rainer Dietzen um traditionelle japanische Gesundheitsdrinks, Smoothies etwa aus bestem Gemüse, mit speziellen Inhaltsstoffen oder Sandwiches nach japanischem Originalrezept, die extra für den "Pit in Club" von Hinkel gebacken werden. Außerdem sollen in dem Ladenlokal Töpferwaren aus Kyoto angeboten werden, hinzu kommen japanische Handtücher, Mode, alles von sehr hoher Qualität, "Dinge, die man an anderer Stelle in Europa sonst gar nicht bekommt", sagt Dietzen. Die Investoren sind Japaner, die in Deutschland erfolgreich sind und nun etwas ihrer Kultur ans Gastland geben wollen.

Explizit wendet sich der Laden, der zum Japantag eröffnen soll, nicht an Japaner, die in Deutschland leben, "dann hätten wir ja etwas rund um die Immermannstraße aufmachen können", sagt Dietzen, der auf verschlungenen Wegen, über die er nicht genau Auskunft geben möchte, den Raum, das Konzept und die Investoren zusammengebracht hat.

Wobei das Konzept auch ein bisschen erprobt werden muss, nach dem Motto: Was funktioniert bleibt, was nicht funktioniert, muss weichen. Noch weiß man schlicht nicht ob Handtücher aus Imabari, die bei Handtuch-Kennern als die besten der Welt gelten, in Deutschland einen Abnehmer finden, oder eine geplante Modekollektion oder die frisch zubereiteten Energydrinks, die neben Koffein auch ein Extrakt enthalten, das Thun- und andere Wanderfische zu Höchstleistungen antreibt. Zurzeit wird der Laden ausgestattet, und auch hierbei wird es individuell und eher ungewöhnlich: Markus Wildhagen von Wandel Antik in der Friedenstraße hat das Raumkonzept erarbeitet, eine Mischung aus Industrie und Vintage, mit groben Holztischen, Klassikern der Moderne und Wellblech. Wildhagen will die spektakuläre Architektur in Szene und gleichzeitig der Nüchternheit aus Stahl und Beton etwas entgegensetzen, um den Besuchern ein wenig die Schwellenangst zu nehmen, so sie denn vorhanden ist. Dabei bedient er sich seines schier unüberschaubaren Fundus in Oberbilk, lässt aber auch neue Objekte entstehen. Insgesamt werden Laden und Konzept die Kapuzinergasse aufwerten, ist sich zumindest Nachbar Christian Werner sicher. Er betreibt nebenan seit ein paar Wochen einen Schuhladen namens "Bude 22" und erhofft sich auch für sein Geschäft mehr Kundschaft, zumal er die gleiche Klientel anspricht. Der Aufzug übrigens ist für das Dachgeschoss des Nachbargebäudes. Hier soll eine Kunstgalerie hinkommen, allerdings ist da noch nichts spruchreif, heißt es bei den Verantwortlichen.

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Quelle: RP
 
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