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Altstadt
Sanierte Fassade des früheren Gerichts wird wieder enthüllt

Altstadt. Es ist eines der imposantesten Bauwerke der Altstadt, war aber zweieinhalb Jahre hinter Baugerüsten und Planen versteckt: das ehemalige Amts- und Landgericht an der Mühlenstraße. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1913 bis 1923 nach Entwürfen von Felix Dechant erbaut im Stil eines neobarocken Justizpalastes der Wilhelminischen Zeit, mit wuchtigen Säulen und vielen Ornamenten an der Fassade. Die ist - frisch saniert - jetzt in Teilen wieder enthüllt. Der westliche Seitentrakt ist bereits frei. "Bis Mitte November wird das letzte Gerüst abgebaut sein", sagt Bruno Maubach vom Projektentwickler Frankonia Eurobau. Dann folgen noch Innenarbeiten an dem neuen Quartier. Von Denisa Richters

Das Gericht ist längst ins Justizzentrum am Oberbilker Markt gezogen, das Denkmal in der Altstadt wurde Teil des "Andreasquartiers". Bei dem Projekt wurden im Karree zwischen Ratinger-, Mühlen- und Neubrückstraße sowie Liefergasse 267 Wohnungen, Gastronomie, Büros und 103 Serviced-Appartments, bei denen die Hyatt-Gruppe Franchise-Geber ist, errichtet. Die Wohnungen sollen bis Jahresende fertig sein, der Rest - auch das Mutter-Ey-Café im Neubau an der Neubrückstraße - soll nach derzeitigem Plan bis Ende März folgen.

Die Fassade an der Mühlenstraße ist das Glanzstück. "Sie wurde komplett restauriert, das war nicht Standard, sondern richtiges Handwerk", betont Maubach. Alle Natursteinelemente seien saniert und teilweise vom Steinmetz nachgebaut worden, Die Fugen und die Entwässerungen wurden erneuert, der Klinker ebenfalls, die Fenster wurden denkmalgerecht saniert. Auch der Dachdecker hatte in den vergangenen zwei Jahren alle Hände voll zu tun - schließlich krönt den historischen Bau ein riesiges Schieferdach. "Es ist noch nicht ganz fertig", sagt Maubach.

Quelle: RP
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