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Angermund
Initiative kämpft seit 20 Jahren gegen Lärm

Angermund. Seit zwei Jahrzehnten setzt sich die Initiative Angermund für die Verbesserung des Wohnumfeldes im Stadtteil ein. "Das Jubiläum ist eigentlich kein Grund zum Feiern, weil bis heute in Sachen Lärm- und Erschütterungsschutz von den Verursachern wenig bis gar nichts unternommen wurde", sagt Vereinsvorsitzende Elke Wagner. So macht sich der Verein besonders für eine Verbesserung der Lebensqualität entlang der Bahnlinie stark. Die Trasse gilt als eine der dichtest befahrenen in Deutschland. Vom Güterzug bis zum ICE - mehr als 530 Züge rollen täglich mitten durch den Stadtteil. Gespräche im Garten, ungestörte Nachtruhe oder konzentriertes Arbeiten bei gekipptem Fenster seien schon lange nicht mehr möglich. Und die Situation wird sich noch verschärfen. In etwa vier Jahren könnten nach dem Bau des geplanten Rhein-Ruhr-Express (RRX) mindestens 690 Züge an jedem Tag mitten durch das Dorf fahren. Das sieht der Verein aber als eine Chance: "Mit dem Ausbau durch den RRX zur sechsgleisigen Trasse, haben die Angermunder ein gesetzlich verbrieftes Recht auf Lärmschutz." Deshalb fordert der Vorstand der Initiative eine nachhaltige Schutzlösung. Sie hat als Alternative zu den vorgeschlagenen Schallschutzmauern der Deutschen Bahn eine Einhausungsvariante von externen Ingenieuren erarbeiten lassen. Bei dieser wird der Lärm auf weiten Strecken quasi eingepackt.

Welche Lösung für Angermund kommt, ist derweil noch offen. In Kürze werden Zwischenergebnisse aus den Beratungen erwartet.

(brab)
 
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