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Angermund
Lokalpolitiker wollen mehr Infos zum RRX

Angermund. Für verschiedene Lärmschutzmaßnahmen werden miteinander vergleichbare Zahlen gefordert. Von Julia Brabeck

Die Verwaltung hat die Bezirksvertretung 5 von den Ergebnissen des Runden Tischs zum Thema Lärmschutz in Angermund informiert. Viele kritische Nachfragen der Politiker, etwa zu Kosten und einem Zeitplan, konnten allerdings nicht beantwortet werden. Dazu fehlen noch vergleichbare Gutachten für die beiden Lösungen Schallschutzwände oder Einhausung. Diese sollen nun in Auftrag gegeben werden. Aus Sicht der Politiker müssen Fragen wie Kosten, städtebauliche Auswirkungen und Lärmschutz noch detaillierter geklärt werden. Ein Brief mit der Bitte um die Übernahme der dabei entstehenden Kosten wurde jetzt von Oberbürgermeister Thomas Geisel an Bahnchef Ronald Pofalla geschickt.

"Der Rat bitte die Düsseldorfer Abgeordneten im Deutschen Bundestag, sich zeitnah in Gesprächen mit der DB, der Bundes- und Landesregierung für eine solche Finanzzusage zur Projektrealisierung einzusetzen", sagt die Verwaltung. Dass die Stadt nicht selbst dafür Geld zur Verfügung stellen will, sieht Elke Wagner, Vorsitzende der Angermunder Initiative gegen Bahnlärm, kritisch: "Damit läuft man Gefahr, das ganze Verfahren, das gesamte wichtige Thema komplett in die Hände der DB zu geben. Als Auftragsgeber hat man erfahrungsgemäß einfach mehr Einfluss."

Kritik gab es seitens der CDU erneut am Alleingang von Oberbürgermeister Geisel bei der RRX-Abstimmung im Rat. Einstimmig hatte der Rat Mitte März für eine weitere Prüfung der Einhausungsvariante votiert, nur der Oberbürgermeister hatte sich enthalten. "Gerade bei so einem Projekt, an dem die Bahn wenig Interesse hat, müssen wir an einem Strang ziehen", sagt Ratsherr Andreas Auler. Dass er wieder dieses Thema aufgriff, stieß bei Benjamin Schwarz (SPD) auf Kritik. "Es ist den Angermunder Bürgern nicht dienlich, wenn dieses Thema am köcheln gehalten wird. Wichtiger ist jetzt, dass es diesen engagierten Brief an die Bahn gibt", sagt Schwarz.

Auler fordert zudem, dass die Angermunder Bürgerinitiative aktiv bei den weiteren Planungen eingebunden wird. "Damit kann von vornherein bei vielen Dingen der Wind aus den Segeln genommen und spätere Klagen vermieden werden", sagt der Ratsherr. Zugesichert wurde der Bezirksvertretung bereits, dass die Gestaltung von Lärmschutzwänden in enger Abstimmung mit den Lokalpolitikern erfolgen soll.

Am Samstag, 1. April, informiert die Initiative von 10 bis 14 Uhr darüber, welchen Lärmschutz sie für den Norden des Stadtteils plant. Der Infostand steht an der Rahmer Straße.

(brab)
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