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Angermund
Mit Kamelle gegen Schlaglöcher

Angermund. Eigentlich hat sich Lisa wie viele andere Angermunder schon häufig über die tiefen Schlaglöcher in der Straße Freiheitshagen geärgert. "Doch heute freuen wir uns richtig über die Schlaglöcher und finden es gar nicht so schlimm, dass wir bei Regen nur mit Gummistiefeln zum Training kommen." Der Grund für den Sinneswandel der Zehnjährigen ist klar ersichtlich - ein großer Berg von Süßigkeiten. Von Juliabrabeck

Lisa ist in dieser Session Kindervenetia der Karnevalsgesellschaft "De 11 Pille" und wird die Leckereien zusammen mit Kinderprinz Arvid die nächsten Wochen bei ihren rund 50 Auftritten verteilen. Gespendet wurden diese von den Mitgliedern der Bezirksvertretung 5, Dieter Horne, Benjamin Schwarz und Stefan Koch, und vom Ratsherrn Andreas Auler. Diese waren nämlich von dem Prinzenpaar Tim Küsters und Christina Arnold per Paragraph verpflichtet worden, so viel Wurfmaterial zu spenden, wie nötig wäre, um alle Löcher auf dem Freiheitshagen zu füllen. Die Politiker ließen sich nicht lumpen und stifteten rund 15 Kilo Schokoriegel, Bonbons, Mäusespeck und Gummibärchen sowie noch einen große Tüten mit roten Clownsnasen.

"Für uns war das eine Ehrenpflicht, zumal der Karnevalsverein ja auch ehrenamtlich arbeitet und die Idee sehr originell ist", sagt Auler. Schließlich beschäftigt sich die Bezirksvertretung 5 seit vielen Jahren mit dem desolaten Zustand der Straße Freiheitshagen. Viele Anträge zur Sanierung wurden bereits gestellt, aber von der Verwaltung bisher mit dem Hinweis auf dort anstehende Kanalbauarbeiten abgelehnt. Auch die Gäste der Karnevalsgesellschaft müssen womöglich durch Pfützen waten, denn am Karnevalssonntag wird um 19.11 Uhr in der Walter-Rettinghausen-Halle gefeiert, und der Weg dorthin führt über den Freiheitshagen. Und auch beim Biwak am 23. Januar an der Graf-Engelbert-Straße werden viele Teilnehmer über den Freiheitshagen kommen, da sich dort viele Parkplätze befinden.

Mitte November hatte sich deshalb der Vorsitzenden der Karnevalsgesellschaft, Klaus-Wilhelm Haefs, gemeinsam mit anderen Vereinsvorsitzenden in einem Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel gewandt und einen verkehrssicheren Zustand der Straße gefordert.

Quelle: RP
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