| 00.00 Uhr

Angermund
Politik für neues Wohngebiet in Angermund

Angermund. Die Bezirksvertretung 5 hat einem Bebauungsplanentwurf für ein neues Wohngebiet an der Wacholderstraße zugestimmt. Insgesamt sind auf dem rund 2,6 Hektar großen Areal 49 Einfamilienhäuser geplant, von denen 20 Prozent preisgedämpft und 20 Prozent als öffentlich gefördert errichtet werden.

Das Bauvorhaben, an dessen Planungen die Öffentlichkeit beteiligt wurde, war von Anfang an umstritten gewesen. Befürchtet wurden dort vor allen Dingen Verkehrs- und Parkplatzprobleme, Konflikte mit dem bestehenden Gewerbe und eine zu hohe Lärmbelastung durch den Bahnverkehr auf der rund 80 Meter entfernten Bahntrasse. Dass das Konzept nun umgesetzt werden darf, liegt an zahlreichen Gutachten, die die Befürchtungen wiederlegen.

Ein Schallschutzgutachten etwa betrachtet ein verträgliches Miteinander von Wohnen und Gewerbe als machbar. Damit die neuen Bewohner nicht von Lärm aus dem benachbarten Gewerbegebiet gestört werden - und gleichzeitig die Unternehmen dort ohne Einschränkungen weiterarbeiten können-, sind verschiedene Schallschutzeinrichtungen vorgesehen. So sollen unter anderem die Häuser, Garagen und Nebengebäude dort miteinander verbunden werden, so dass eine durchgängige Schallschutzwand entsteht. Diese soll auch ausreichen, um den Bahnlärm abzuhalten, der später durch den Rhein-Ruhr-Express (RRX) erheblich zunehmen wird.

Das bezweifelt sowohl Bezirkspolitikerin Marianne Hagen von der FDP als auch die Angermunder Initiative gegen Bahnlärm. Die Verwaltung würde zwar nach den geltenden Vorgaben und Gesetzen handeln: "Aber nicht alles, was rechtens ist, ist auch richtig. Gesundheitsschutz, besonders für die Kinder, die dort leben sollen, geht auf alle Fälle vor", sagt Elke Wagner, Vorsitzende der Initiative.

(brab)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Angermund: Politik für neues Wohngebiet in Angermund


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.