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Angermund/Unterrath
Weihnachtsstimmung in den Vierteln

Angermund/Unterrath: Weihnachtsstimmung in den Vierteln
Die Angermunder Bürger wie Beate Schneider genossen die Stimmung auf dem Nikolausmarkt. In Unterrath stimmten sich die Bürger beim Weihnachtsmarkt ebenfalls aufs Fest ein. FOTO: Andreas Endermann
Angermund/Unterrath. Angermund lud am Wochenende zum Nikolaus-, Unterrath zum Weihnachtsmarkt. Gemeinsam haben die Märkte vor allem eines: Sie sind ein Nachbarschaftsfest für die Menschen im Stadtteil - Glühwein und Selbstgemachtes inklusive. Von Tino Hermanns und Nicole Esch

Für Roman Nowak steht fest: "Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei. Der Nikolausmarkt hat eine schöne Atmosphäre und stimmt einen perfekt auf die Weihnachtszeit ein", sagt der Bereichsleiter der Werkstatt für angepasste Arbeit (WfaA). Für ihn und auch einige andere Initiativen und Organisationen ist der Nikolausmarkt in Angermund eine willkommene Gelegenheit, mit den Angermundern in Kontakt zu kommen.

"Wir möchten mit den Menschen sprechen und Vorurteile gegenüber Behinderten abbauen. Das können wir auch über die Qualität unserer Produkte. Und wir möchten auf unseren Fahrradservice in Angermund aufmerksam machen", sagt Nowak.

Insgesamt 57 Stände luden zum Bummeln ein, für Kinder gab es einen besonderen Sternchenmarkt mit Kinderbäckerei, Ponyreiten, Malschule, Schminken und Zuckerwatte. "Alle Vereine, Organisationen und Institutionen in Angermund sind beteiligt", sagt Andrea Lindenlaub. Sie ist Vorsitzende des Vereins "Handwerk und Handel in Angermund", der den Markt ausrichtet. "Es ist ein Markt von Angermundern für Angermunder. Ich weiß von einigen Studenten, die außerhalb von Düsseldorf studieren, dass sie sich extra zum Nikolausmarkt verabredet haben." So ist der erste Samstag im Dezember nicht nur zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit da, sondern auch ein Heimat- und Nachbarschaftsfest.

Zum 25. Jubiläum hatten sich die Organisatoren selbst eine Bühne an St. Agnes geschenkt. "Das Programm ergab sich von selbst. Die Friedrich-von-Spee-Schule hat Flöte gespielt und gesungen, die Kita St. Agnes Weihnachtslieder beigetragen, der Nikolaus war zweimal da, Jennifer Isenbügel trat auf, und zum Abschluss spielte Linsending", erzählt Lindenlaub. Eigentlich ist Linsending für humorvollen deutschen Rock bekannt, aber diesmal war die Musik dem Anlass entsprechend besinnlich.

Nicht nur in Angermund startete am Wochenende das Adventsprogramm: Auch Unterrath lud zum Weihnachtsmarkt. Mit viel Humor verkaufte dort zum Beispiel Hilde Kossmann ihre selbst gemachten Pralinen. Sechs Wochen lang stand die Lohausenerin unermüdlich in ihrer Küche, um Plätzchen zu backen, Pralinen herzustellen und Obst mit Schokolade zu umhüllen. Die Lust auf Plätzchen hat ihr das aber nicht verdorben. "Das macht mir Spaß. Es ist ja auch für einen guten Zweck", sagte sie. Im vorigen Jahr war sie zum ersten Mal beim Weihnachtsmarkt dabei. Viele hätten sich erkundigt, ob sie wiederkäme. "Besonders ältere Leute, die alleinstehend sind, backen nicht mehr. Die finden das gut", sagte sie.

Selbstgemachtes stand hoch im Kurs auf dem von der Werbegemeinschaft "Einkaufs-Trümpfe Unterrath" organisierten Markt. Kinder bastelten Weihnachtskugeln, Holzhandwerk, Handarbeiten und vom Gartenbauverein hergestellte Marmeladen zogen viele Besucher an. Probieren war an einigen Ständen Pflicht. In der Turnhalle des TuS Düsseldorf Nord standen lange, weihnachtlich gedeckte Tische. Dort verzehrten die, denen es draußen zu kalt wurde, Flammkuchen und Maultaschen. Anni van de Loo aus Flingern kommt jedes Jahr zu dem Markt. "Das ist die perfekte Veranstaltung hier. Der Reibekuchenstand ist besonders toll."

"Hier trifft man alle, die man das ganze Jahr über mal sehen wollte." Damit beschrieb Alexandra Forstbach die nachbarschaftliche Stimmung der Veranstaltung perfekt. Jeder schien jeden zu kennen. Die Ex-Unterratherin freute sich auf das Feuerwerk am Samstag. Das fand wegen der Kinder extra früh statt.

Quelle: RP
 
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