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Benrath
28 Portrait-Fotos aus dem wahren Leben

Benrath. Im Joachim-Neander-Haus ist bis 25. Oktober noch die ungewöhnliche Ausstellung "Das bin ich" zu sehen.

Noch bis zum 25. Oktober gibt es eine Ausstellung besonderer Fotos im Benrather "Zentrum plus" der Diakonie, Calvinstraße 14, zu sehen: Portraits von Bewohnern des Joachim-Neander-Hauses. Unter der Überschrift "Das bin ich" rückt der Düsseldorfer Fotokünstler und ehemalige Becher-Schüler Josef Schulz Senioren in den Mittelpunkt. Ihm vor Ort zur Seite stand Sabine Remy; die Sozial- und Kunstpädagogin ist pädagogische Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes.

Die 28 großformatigen Portraits in Schwarz-Weiß hängen im Erdgeschoss des Seniorenheimes; die Fotos erzählen ihre eigenen Geschichten. Das sind mehr als die Hälfte der Fotos, die im April bei einem zweitägigen Shooting im Joachim-Neander-Haus entstanden sind. 48 Bewohner haben mitgemacht, und nicht jeder war hinterher mit seinem Foto so glücklich. Denn schon der Untertitel der Ausstellung "Das Gesicht ist ein Abbild der Seele" (Marcus Tullius Cicero) besagt, dass es dem Fotografen nicht darum gegangen ist, den Weichzeichner über die Fotos laufen zu lassen.

Doch auch für die, die sich nicht haben ablichten lassen, war die Fotosession ein großer Spaß, berichtet Sabine Remy. In einem Wohnzimmer wurde ein professionelles Studio aufgebaut. Zum Auflockern der zu Portraitierenden gab es Sekt und Eierlikör, aufmunternde Worte des Fotografen sowie Wertschätzung und Unterstützung untereinander. Fotomodelle und Zuschauer saßen interessiert und gut gelaunt zusammen.

Statt der angemeldeten 30 Personen trauten sich schließlich 48. Am Ende überwogen Freude und Stolz über das Foto des Profis; der eine oder andere hatte aber auch etwas zu bemäkeln: schlecht sitzende Frisuren oder zu tiefe Falten. Dabei zeugen doch Letzteres schließlich vom eigenen Leben.

(rö)
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