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Benrath.
Abschlusskonzert der Sommerakademie

Benrath.. Junge Instrumentalisten aus aller Welt spielten "Alte Musik" aus dem 16. Jahrhundert im Kuppelsaal von Schloss Benrath. Von Horst Schaumann

"Chi la gagliarda, donne, vo'imparare..." heißt es in Baldassare Donatis 'Villanella': Wer die Gagliarda erlernen möchte, meine Damen, der komme zu uns, die wir feine Meister sind. Dieser grazilen Vertonung aus dem 16. Jahrhundert waren junge Instrumentalisten aus aller Welt gefolgt.

Zum siebten Mal boten Meister der 'Neue Düsseldorfer Hofmusik' die Gelegenheit, den Umgang mit alter Musik auf alten Instrumenten zu erlernen. Sichtlich erfreut über das gute Renommé der 'Internationale Sommerakademie für Alte Musik auf Schloss Benrath' begrüßte Oliver Kersken die Gäste zum Abschlusskonzert im Kuppelsaal. "Wir haben eine musikintensive Woche hinter uns gebracht. Nicht nur wegen des guten Wetters, sondern weil wir in diesem Jahr eine sehr sympathische Truppe von Teilnehmern versammeln konnten" sagte Kersken und betonte, dass man nach den Anmeldungen nie wisse, welche Menschen zum Studium kämen.

Für die Dozenten sei das immer spannend, wie harmonisch man miteinander arbeiten könne. Das Augenmerk der Zuhörer lenkte Oliver Kersken aber auch auf die letzte Seite des Programms und dankte den dort genannten und gewollt ungenannten Sponsoren, ohne die eine solche Woche nicht durchführbar sei.

Dozenten waren Professorin Mary Utiger (Violine), Michael Schmidt-Casdorff (Flauto Traverso) und Nicholas Selo (Violoncello). Sie hatten eine Woche ganztägig elf Studierende intensiv betreut und ihr Können weitergegeben.

Die Traversflötisten Charlotte Kuffer und Niklas Broghammer kamen Deutschland, Hernán Hernández Salas aus Kolumbien und Julia Obrebowska aus Polen. Die Violinisten waren Maximiliane Norwood aus Deutschland, Bruno van Esseveld aus den Niederlanden, Hachidai Saito und Kano Imada aus Japan, sowie Daphne Oltheten aus USA. Chia-Hua Chiang aus Taiwan und Andrew Davies aus USA waren die Cellisten. Weitere Farben brachten ins Klangspektrum des Ensemblespiels: Laura Miller aus USA (Fagott), Weronika Janyst und Anna Wisniewska aus Polen (Cembalo).

Mit Telemann begann das Konzert, Musik von Hotteterre, Rosenmüller, Boismortier, Haydn und Richter folgte, bevor es mit Telemanns großartiger Suite h-moll für Flöte, Violine und Basso continuo endete. Nicht immer war auszumachen, wer mehr Lampenfieber hatte: die Dozenten mit einem Stirnrunzeln hie und da, oder die Studierenden, die kleinste Schnitzer einfach weglächelten oder professionell überspielten.

Am Ende wurde mit großem Beifall den Konzertierenden und ihren Dozenten kundgetan, dass sich die Sommerakademie auf Schloss Benrath gelohnt hat und den Sponsoren, dass ihr Geld gut angelegt war.

Quelle: RP
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