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Benrath
Anwohner ärgern sich über "Elefantenfüße"

Benrath. Auf dem Gehweg an der Benrather Schlossallee stehen drei Stein-Poller, die einst verhindern sollten, dass dort Autos geparkt werden. Die Stadt will nun klären, ob die Hindernisse weg können. Von Andrea Röhrig

Es sind Relikte aus grauer Vorzeit; die Verwaltung nennt die klobigen Stein-Poller, wie sie auf dem Bürgersteig vor den Häusern 58 und 60 an der Benrather Schlossallee stehen, "Elefantenfüße". Und tatsächlich ähneln sie diesen. Da sie mit Moos überzogen sind, ist klar, dass sie nicht erst seit gestern dort im Weg sind und mit ihrer Wuchtigkeit sich begegnenden Fußgänger- und Radverkehr stören. Wobei Ortskundige darauf antworten werden: Auf diesem Bürgersteig Richtung Benrath darf man doch gar nicht Fahrradfahren. Richtig, aber daran halten sich viele Pedalritter trotzdem nicht. Alleine beim etwa 15 Minuten dauernden Ortstermin nutzten drei Radler an dieser Stelle den Gehsteig, zwei sogar in die falsche Richtung.

Dieses Verhalten ärgert mehrere Bewohner der Mehrfamilien-Häuser. Denn genau vor ihrer Türe ist der Gehsteig durch die Elefantenfüße so verengt, dass Radfahrer und Fußgänger nicht unfallfrei aneinander vorbei kommen. Er habe letztens nur durch eine reaktionsschnelle Rückwärtsbewegung einen Zusammenprall mit einem Radler verhindern können, berichtet ein Anwohner. Er habe diesen Vorfall einer Polizei-Fahrradstreife erzählt, doch passiert sei nichts.

Ein Mitarbeiter des Amtes für Verkehrsmanagements sieht in diesem Fall die Polizei als richtigen Ansprechpartner an: "Der vorhandene Radweg ist nur in Fahrtrichtung Holthausen befahrbar. Der Radfahrer kann sich aussuchen, ob er dort auf dem Radweg oder der Fahrbahn fährt. In Fahrtrichtung Benrath gibt es keinen Radweg. Der Radverkehr muss deshalb die Fahrbahn benutzen. Fährt er stattdessen auf dem Bürgersteig ist das ein Missbrauch des Gehweges, der der Stadt bisher nicht gemeldet wurde." Die Ansprache der Polizei sei daher die richtige Vorgehensweise gewesen. Planerisch könne man nichts dagegen tun, teilt der Stadt-Mitarbeiter weiter mit.

Das sehen die Bewohner anders. Sie fordern, dass die so genannten Elefantenfüße weg müssen. Als sie vor Jahrzehnten aufgestellt wurden, sollten sie dafür sorgen, dass auf der Benrather Schlossallee, auf der Haltverbot galt, Autos nicht halb auf der Straße und halb auf dem Gehsteig parkten. Doch inzwischen ist das Parken am Fahrbahnrand erlaubt.

Besagter Stadt-Mitarbeiter ist allerdings nicht zuständig für ein mögliches Entfernen der Steinklötze. Er werde diese Bitte aber an den zuständigen Kollegen weiterleiten, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Dieser müsse dann prüfen, auf wessen Veranlassung sie einst aufgestellt wurden.

Beim Amt für Verkehrsmanagement verweist man zudem auf die Wünsche aus der Bezirksvertetung 9, die Radverkehrsführung auf der Benrather Schlossallee grundsätzlich neu zu regeln. "Es gibt dazu bei uns Skizzen, aber noch keine abgestimmten Planungen. Konkrete Zeitplanungen gibt es dafür nicht."

Quelle: RP
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