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Benrath
Aus dem "Salon Irene" wurde der "Wohnsalon"

Benrath: Aus dem "Salon Irene" wurde der "Wohnsalon"
Da sich Susanne Pakusch zuhause gerne mit schönen Dingen umgibt, stand für sie schnell fest, dass sich ihr eigenes Geschäft auch ums Wohnen dreht. FOTO: orthen
Benrath. Die Benratherin Susanne Pakusch eröffnet am Samstag um 11 Uhr in dem früheren Friseursalon an der Sophienstraße ein Geschäft für Interieur, Wohn-Accessoires und Geschenke. Von Andrea Röhrig

In der Nacht zu Donnerstag hat Susanne Pakusch bis 1 Uhr nachts noch dekoriert, drapiert und eingeräumt. Denn lange ist es nicht mehr hin, bis sie sich ihren Traum vom eigenen Geschäft erfüllt. Heute steigt in dem Ladenlokal an der Sophienstraße 1 die inoffizielle Eröffnung mit Freunden, Verwandten und Bekannten.

Am morgigen Samstag kann sich dann jeder ab 11 Uhr ein Bild davon machen, wie aus einem uralten Friseursalon in monatelanger Arbeit der schicke Interieur-Laden "Wohnsalon" geworden ist. Der Boden ist aus poliertem Beton, eine Wand ist in einem dunklen Anthrazit-Ton gestrichen, der Rest in Weiß gehalten. In den Regalen stehen akkurat aufgereiht Vasen und Schalen in den schönsten Pastelltönen, daneben Kerzenständer aus angesagtem Messing. Wer selber sein Zuhause gerne schön gestaltet, ist bei der 47-Jährigen genau richtig.

Wenn die Benratherin Fotos von den Umbauarbeiten zeigt, weiß man, wie viel Arbeit, Zeit und Herzblut in dem Projekt stecken. "Die letzte Tapetenschicht war aus Kork, darunter fanden wir drei weitere, die wir alle abgekratzt haben", erzählt sie. Deren Betreiberin, Erika Zimmermann, ist im vergangenen Jahr gestorben. In einem Alter, in dem andere schon längst in Rente sind, hat sie ihre Kunden immer noch in den abgeteilten Kabinen bedient. Nach ihrem Tod haben die Nachbarn mit einem Zettel an der Scheibe um das Ur-Gestein der Sophienstraße getrauert.

Das ist auch etwas, das Pakusch zu schätzen weiß: Die Betreiber der anderen Geschäfte an der Sophienstraße kennen sich untereinander gut. "Diese Straße hat Potenzial", sagt die Mutter von zwei Kindern. Deswegen habe sie sich auch gegen ein Ladenlokal in der Benrather Fußgängerzone entschieden - und auch wegen der aus ihrer Sicht sehr hohen Mieten. Von ihrem jetzigen Standort ist sie überzeugt: "Hier wohnen fußläufig viele Menschen." Und letztlich sind es von der Hauptstraße gerademal sieben, acht Minuten zu Fuß bis zu ihrem Geschäft. In dem finden sich vor allem dänische Einrichtungsmarken wieder: "house doctor", "bungalo" "broste" sowie "Madam Stoltz". Auch ein paar ausgewählte Möbelstücke hat sie im Angebot. Kaufen kann der Kunde alles, was sie im Laden hat, "außer der Verkaufstheke", sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht.

Die vergangenen 15 Jahre hat die Modedesignerin in Düsseldorf bei C&A gearbeitet, zur gleichen Zeit zog die Familie nach Benrath. Doch vor allem in der letzten Zeit bekam sie Zweifel, ob dieser schnelllebige Markt, der aus ihrer Sicht immer "ramschiger" wird, noch das Richtige für sie ist. Da sie in den eigenen vier Wänden schon immer ein Faible für schöne Einrichtungsgegenstände hatte, nahm der Gedanke von einem Interieur-Geschäft Gestalt an. Fast ein Jahr ist sie mit der Idee schwanger gegangen, bis sie es im Herbst anging. Dass sie im ersten Jahr wohl keinen Urlaub machen kann, hat sie einkalkuliert. Sie weiß, dass viele Stunden Arbeit auf sie zukommen. Ihren Jüngsten weiß sie trotzdem gut versorgt. Der Achtjährige ist in der Nähe in der Schule und kommt nach Schulschluss einfach in den Laden.

Quelle: RP
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