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Benrath
Baustelle an der Insel im Schlossweiher

Benrath: Baustelle an der Insel im Schlossweiher
Zwei Mitarbeiter des Gartenamts erledigten gestern in Windeseile Vorbereitungen für die Arbeiten zur Stabilisierung der Insel im Schlossweiher, deren Bepflanzung im Herbst geplant ist. FOTO: Günter von Ameln
Benrath. Am Schlossweiher zeigen sich in den nächsten vier Wochen Vorboten für die Bepflanzung der Insel. Zur Befestigung und Erweiterung sind Bauarbeiten notwendig, auch ein großer Kran wird aufgestellt. Von Beate Gostincar-Walther

Trostlose graue und grüne Planen bedecken seit Dienstagmittag die Insel im Schlossweiher. Zuvor parkte der Wagen des Gartenamtes auf dem Spazierweg an der Benrather Schlossallee. Von dort aus schipperte ein kleines Boot einige Male hin und her. Holzstangen und Planen nahmen den Wasserweg zur Insel. Es ging ganz schnell, dann war die Aktion vorüber.

"Guck mal, das ist zugedeckt", sagt ein Mädchen, das mit einer Gruppe unterwegs ist. "Da kann ja dann nix wachsen", meint ihre Freundin. Spaziergänger schauen sich ratlos die Konstruktion an, und auch die geflügelten "Bewohner" des Schlossweihers umrunden neugierig die Attraktion. Es sind die Vorzeichen für umfassende Baumaßnahmen an der Insel.

"Je nach Wetter beginnen wir am 4. April konkret mit der Stabilisierung und Erweiterung", sagt Doris Törkel, Leiterin des Gartenamts. Zurzeit wird der Wasserspiegel im Schlossweiher kontrolliert auf 80 Zentimeter abgesenkt. Diese Höhe wird während der Bauarbeiten beibehalten. Um die Fische brauche sich niemand sorgen, sie fänden vorübergehend in den umliegenden Gewässern Quartier.

Denn im April rückt schweres Baugerät an, ein großer Kran wird seinen Platz in Höhe des Museums für Gartenkunst finden. Vier Wochen lang geht es dann richtig zur Sache. Die Insel wird von jetzt zirka 45 auf 60 Quadratmeter vergrößert und stabilisiert. Letzteres ist ein aufwändiges Verfahren. "Zur Stabilisierung werden wir Steinschrotten aufschütten - das sind große Steine - und unter der Schüttung wird dann eine Ton-Dichtung angebracht", erklärt Doris Törkel. Die sei notwendig, damit der Inselsockel künftig nicht durchnässt. Schließlich gibt es auch eine spezielle Uferbepflanzung mit Wasserpflanzen.

Auch dem Inselboden wurde eine Kur verschrieben. Er wird mit Lavaschrott aufgelockert, so dass der Boden besser durchlüftet. "Das wird insgesamt eine ganz spannende Zeit", meint die Chefin des Gartenamtes.

Auch für sie als Landschaftsarchitektin seien diese Arbeiten an einer solchen Insel mit seinem histori schen Hintergrund eine Premiere. Wenn - voraussichtlich Ende April die Arbeiten abgeschlossen sind, steht immer noch die Bepflanzung aus. Sie ist für den Herbst geplant. Was künftig die Insel begrünt, darüber scheiden sich nach wie vor die Geister. Also Trauerweide in Gesellschaft oder Trauerweide als Solitär?

"Ich bin dabei leidenschaftslos," gesteht Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf gut gelaunt. Ihm sei nur wichtig, dass endlich etwas passiert und dass es schnell vorangeht. Letzterem kann auch Marianne Holle Vorsitzende der Heimatgemeinschaft Benrath zustimmen, nur das Wie sieht sie keinesfalls leidenschaftslos, sie will nur die Weide. e

Quelle: RP
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