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Benrath
Benrodestraße: Sieben Hundehaufen auf 500 Metern

Benrath. Eigentlich ist es schön an der Benrodestraße. Es gibt viel Grün und ein paar Geschäfte. Doch seit einigen Wochen verwandelt sich die bei Spaziergängern beliebte Straße in eine Art "Tatort". Gleich sieben Hundehaufen sind von Hausnummer 5 bis 69 zu zählen. Einige der tierischen "Tretminen" liegen mitten auf dem Gehweg, andere liegen zertreten am Rand oder im Gras.

Allein an Farbe und Form lässt sich erkennen, dass hier mehrere Vierbeiner ihr Geschäft verrichtet haben. "Eigentlich ist es die Pflicht der Hundebesitzer, die Hinterlassenschaften zu entfernen", sagt ein Stadtsprecher. Dem stimmt auch der Bezirksbürgermeister und Hundebesitzer Karl-Heinz Graf zu: "Wenn ich mit dem Hund gehe, habe ich immer eine Tüte dabei."

Trotzdem fühlt sich mancher Halter nicht verantwortlich für Hinterlassenschaften. Doch das kann die uneinsichtigen Besitzer teuer zu stehen kommen, denn vermeintliche Ausreden wie "Ich zahle doch Hundesteuer" gelten beim Ordnungsamt nicht. "Wer die Hundehaufen nicht entfernt, muss mit einer Verwarnung oder einem Bußgeld ab 75 Euro rechnen", erklärt der Stadtsprecher.

Trotzdem sei es schwierig, die Hundehalter inflagranti zu erwischen, sagt er: "Wenn die Besitzer das Ordnungsamt sehen, lassen sie ihren Hund nicht auf den Gehweg machen. Auch wenn die Mitarbeiter jeden Tag in Benrath unterwegs sind, ist es oft Zufall, jemanden auf frischer Tat zu ertappen."

Um das Problem einzugrenzen gibt es vor dem Rathaus, an der Benrodestraße, zudem einen sogenannten "Hundetütenspender", falls die Besitzer ihre Tüte mal vergessen haben. Bislang scheint dies aber noch nicht hundertprozentig zu funktionieren. Denn auch in unmittelbarer Nähe des Rathauses liegen Hundehaufen.

(mcd)
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