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Benrath
Bowling-Verein mit stolzer Bilanz

Benrath: Bowling-Verein mit stolzer Bilanz
Bowler Alfred Metz, der seit 30 Jahren Mitglied im "Bowling Verein Düsseldorf" ist, verpasste als Vierter nur ganz knapp eine Medaille im Einzelwettbewerb in Bologna. FOTO: Olaf Stasachik
Benrath. Der 57-jährige Alfred Metz vom Benrather "Bowling Verein Düsseldorf" hat Silber bei der EM geholt. Von Helmut Senf

Der Bowling Verein Düsseldorf ist stolz auf Alfred Metz. Der 57-Jährige hat bei den Senioren-Europameisterschaften im italienischen Bologna die Silbermedaille in der All-Event-Wertung errungen. Beim Einzel, Doppel und Trio warf Metz im Schnitt 212,5 Pins und behauptete sich knapp vor seinem deutschen Rivalen Stefan Korol (212,1 Pins).

Beinahe hätte es für den gebürtigen Düsseldorfer sogar zu einer Medaille im Einzelwettbewerb gereicht. Den Vierplatzierten trennten mit 1317 Pins lediglich fünf Pins von Rang drei. Im Doppel wurde Ulla Caspari mit der Bronzemedaille belohnt.

Alfred Metz ist seit mehr als 30 Jahre Mitglied beim Bowling Verein Düsseldorf. Zweimal pro Woche trainiert er abends im Bowling Sportzentrum in Benrath an der Wimpfener Straße. Vor Wettbewerben wird der Trainingsaufwand deutlich erhöht. "Dann bin ich pro Woche viermal auf der Bahn", verrät er.

Die Anzahl der Spiele steigt am Abend auf zehn bis zwölf, um genügend Kondition aufzubauen. "Ein Wettkampf geht über sechs Spiele", erklärt Metz. "Da muss man sich zwei Stunden lang voll konzentrieren können." 15 Pfund wiegen die "Bälle", sprich: die Bowlingkugeln. Der Vereinsspieler benutzt selbstverständlich eigene Bälle. Für einen Wettkampf gehören sechs Kugelns zum Gepäck. Krafttraining ist notwendig. Täglich Liegestütze am Balkongeländer sorgen für Fitness.

"Auf die Körperspannung kommt es an", weiß Metz, der im Bowling Verein Düsseldorf das Amt als erster Sportwart innehat und zugleich Vereinsspieler trainiert. "Anfänger müssen zuerst das Geradeausspielen üben", betont Metz. Präzision und Wiederholbarkeit sind Übungsziele. Und ein richtiger Anlauf sowie das Ballaufsetzen. Metz wirft die Kugeln als Linkshänder. "Das kann von Vorteil sein", sagt er. Die meisten Konkurrenten sind Rechtshänder und so nutzt sich der Ölfilm auf den Bahnen auf der rechten Seite stärker ab. Metz: "Die linke Seite wird nicht so sehr beansprucht und ich kann sie sozusagen für mich einspielen." Die Unterschiedlichkeit der Bahnen ist von erheblicher Bedeutung. Manchmal klappt's, manchmal nicht.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin, wo der Bowling Verein durch John Bosch zu zwei Goldmedaillen kam, reichte es für Metz nur zu Rang 23. Sein Kommentar: "Das war keine Bahn für mich." Der ehemalige Henkel-Lehrling (Chemielaborant) hat sich mit einer EDV-Firma inzwischen selbstständig gemacht und auf die Entwicklung von Laborinformations-Managementsystemen spezialisiert. Das Bowlen ist Ausgleich vom Arbeitsalltag. Ehefrau Ida teilte lange Jahre dieses Hobby. "Und das Gewinnen reizt", räumt der überaus ehrgeizige Sportler ein.

Fünfmal in Serie war er NRW-Landesmeister bei den Senioren. Seine Bilanz von sechs ersten und einem zweiten Platz bei sieben Teilnahmen kann sich sehen lassen. "Gewinnen wollen - das ist schon wie eine Sucht." Jetzt beginnt die neue Saison mit einem Seniorenturnier in Moers.

Quelle: RP
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