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Benrath
CDU-Fraktion macht sich für die Weide als Solitär stark

Benrath. Es gibt einen entsprechenden Antrag für die Ratssitzung am 10. März. CDU sieht OB jetzt am Zug.

So schnell geben die Mitglieder der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath nicht auf: Sie setzen sich weiterhin für die Bepflanzung der Insel im Schlossweiher mit nur einer Trauerweide ein. So wie es vor Pfingstorkan "Ela" der Fall war. Die CDU-Fraktion sieht die Vereins-Vorsitzende Marianne Holle, die lange Jahre für die CDU im Stadtrat saß, an ihrer Seite. Im Rat der Stadt sprechen sich die Christdemokraten für eine "Solitär-Lösung" aus und haben einen entsprechenden Antrag für die Sitzung am Donnerstag, 10. März, eingebracht. Mit diesem Antrag soll der Oberbürgermeister aufgefordert werden, dem Wunsch der Bevölkerung zu entsprechen und die Insel nur mit einer Weide zu bepflanzen. Denn nur damit werde der Bürgerwille deutlich, heißt es in dem Antrag.

"Wir möchten eine Entscheidung, die von den Menschen im Düsseldorfer Süden mitgetragen wird. Die Bevölkerung wünscht sich wieder eine Trauerweide als Einzelbaum auf der Insel - keine Doppelbepflanzung. So sollte auch der Auftrag von OB Geisel an seine Verwaltung lauten. Das will die CDU jetzt festzurren", äußert sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Gutt in einer Pressemitteilung der CDU-Fraktion. Den OB sehen die Christdemokraten deshalb jetzt am Zug, weil dieser als oberster Chef der städtischen Denkmalbehörde frei für die Einzeltrauerweide entscheiden könne. Gutt: "Wir wundern uns, warum Geisel seit Monaten zögert. Er hätte dem Hin und Her längst ein Ende setzen können. Mit dem CDU-Antrag wollen wir jetzt Fakten schaffen."

Auch die Benrather CDU-Ratsfrau Bettina Wiedbrauk macht sich für die Solitär-Bepflanzung stark. Sie hätte sich von Anfang an mehr Bürgerbeteiligung gewünscht: "Vor Ort ist viel Porzellan zerschlagen worden. Stadtspitze und Verwaltung haben teilweise Politik gegen den Bürgerwillen gemacht."

Vehement setzen sich seit Monaten über Parteigrenzen hinweg Bürger in Benrath für die Bepflanzung mit nur einer Trauerweide ein. Vergangene Woche hatten die Mitglieder der Ampel-Koalition im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen den Vorschlag der Verwaltung positiv zur Kenntnis genommen, die eine Bepflanzung wie vom Gutachten unter Denkmalgesichtspunkten mit Weide und Pappel gefordert vorsieht. Auch OB Thomas Geisel zeigte sich auch RP-Anfrage darüber enttäuscht, hatte er sich doch auch dafür stark gemacht, dem Wunsch der Bevölkerung zu folgen.

(rö/wa.)
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