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Benrath
Der letzte Mann in der Brandung

Benrath: Der letzte Mann in der Brandung
Der 21-jährige Maximilian Schnabel ist nicht nur Torwart beim VfL, sondern auch Torwart-Trainer. FOTO: Anne Orthen
Benrath. Der VfL-Keeper Maximilian Schnabel trainiert am Flinger Broich den Torwart-Nachwuchs der Fortuna. Von Helmut Senf

Maximilian Schnabel, seit Februar diesen Jahres Torhüter beim Landesligisten VfL Benrath, ist absoluter Fortuna-Fan. Kein Wunder. Der 21-jährige Keeper, der den Fußball liebt und Fußball spielt, seit er denken kann, hat sein Torhüter-Handwerk bei Düsseldorfs Top-Club von klein auf unter Christian Lasch gelernt und ist mit der Fortuna noch immer eng verbunden.

Als Student der Wirtschaftsingenieurswesen mit Schwerpunkt Maschinenbau an der Uni Düsseldorf jobbt Schnabel im Nachwuchsleistungszentrum am Flinger Broich und gehört Fortunas Torwarttrainerteam an. Er betreut die Torwarttalente der U15 und U16 und bildet zudem in Fortunas Fußballschule Jungkeeper im Alter zwischen acht und 18 Jahren aus der Region aus.

"Torhüter sind - in gewisser Hinsicht - Außenseiter im Team", räumt Schnabel ein. Der besondere Reiz für ihn sei, dass Torhüter große Verantwortung tragen. "Ein Torwartfehler führt meist zu einem Gegentreffer." Als "letzter Mann in der Brandung" könne ein Keeper aber auch großen Anteil am sportlichen Erfolg seiner Mannschaft haben, etwa wenn es darum geht, in einer engen Begegnung die "Null" zu halten. Präsenz im Spiel schätzt der Düsseldorfer als eine seiner Stärken ein. "Auch auf der Linie bin ich recht sicher." Seine Strafraumbeherrschung will Schnabel verbessern. "Beim Herauslaufen kommt es auf das richtige Timing an", sagt er.

Torwart-Vorbilder sieht Schnabel in Oliver Kahn, Manuel Neuer und Marc-André Terstegen. Am einstigen Titanen bewundert er dessen unbändige Entschlossenheit. Dass sich Schnabel als aktiver Torhüter und zugleich Torwarttrainer in zwei Rollen zu zwängen hat, beurteilt er positiv. "Ich denke so intensiver über Fußball nach und bekomme die neuestens Trends mit."

Beim VfL Benrath steht ihm eine spannende Saison bevor. "Der Klassenerhalt ist zu schaffen", glaubt Schnabel. Seine Chance auf einen Stammplatz zwischen den Pfosten im Team von Coach Frank Moeser will er unbedingt wahrnehmen. Allerdings konnte der 21-Jährige die Vorbereitung nicht komplett absolvieren und muss demnächst auch beim Training passen.

Ein Job als Techniker hindert den Studenten an der regelmäßigen Trainingsteilnahme. Zudem weilte er jüngst mit Fortunas Reserveformation zehn Tage im Trainingslager in Seoul und hielt die Torhüter Michael Kampmann und Philip Faderl fit. Promise Church, eine kirchliche Einrichtung, und WorldShare hatten die Reise als Tour zur Völkerverständigung organisiert. Neben Übungseinheiten dienten drei Spiele gegen südkoreanische Zweitligateams dem gegenseitigen Kennenlernen.

Reisen - in Kombination mit Sport - zählt zu Maximilian Schnabels Hobbys wie Tauchen oder Skifahren. Freundin Anne ist auch sportlich begeistert und beim Basketball aktiv. Die Ex-Nationalspielerin gehört aktuell dem Zweitligisten Wuppertal-Barmen an. In seiner Freizeit mag Schnabel das Moped fahren und hat sich deshalb eine "Simpson", ein Oldtimer-Schätzchen, zugelegt.

Quelle: RP
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