| 00.00 Uhr

Benrath
Der VfL ist heute zum Siegen verdammt

Benrath. Die Abstiegssorgen des VfL Benrath sind nach der 1:5-Auswärtsniederlage beim SF Niederwenigern größer geworden. Beim heutigen Heimspiel gegen den FC Remscheid muss der Landesligist drei Punkte holen. Von Helmut Senf

Frank Moeser durchläuft derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Am Freitag ist der Trainer vom Landesligisten VfL Benrath stolzer Vater geworden. Zwei Tage später bescherten ihm seine Kicker mit der 1:5-Auswärtsniederlage beim SF Niederwenigern die 14. Saisonpleite, wodurch die Abstiegssorgen des Benrather Traditionsclubs keineswegs geringer geworden sind. "Viel vorgenommen, nichts erreicht", resümierte Moeser enttäuscht. Ein Treffer in der Anfangsphase durch Fabian Lümmer (3.) - nach einem krassen Abwehrpatzer der Benrather - hatte die Hattinger früh auf Siegeskurs gebracht und die Schlossstädter erkennbar verunsichert. Sascha Friedrich erhöhte wenig später (19.). Unmittelbar vor dem Seitenwechsel sah Fred Adomako wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (45.). Moeser resigniert: "Dann kann man in einem solchen Spiel nicht punkten."

Zwar glückte den Benrathern nach der Pause der Anschluss durch Nachwuchsakteur Mohamed Ait-Ali (60.) - und Tobias Koß hätte anschließend mit einem Kopfball beinahe für den Ausgleich gesorgt (72.). Doch Schlussmann Sebastian Langer bewahrte die Hattinger vor dem möglichen 2:2 mit einer Glanzparade, und im Gegenzug traf Sidney Rast zum vorentscheidenden 3:1 (73.).

Zu allem Überfluss verlor der VfL 120 Sekunden später Swan Oehme (75., Rote Karte), dessen Abwehrattacke nahe der Mittellinie vom Unparteiischen als Notbremse gewertet wurde. In doppelter Unterzahl schraubte Niederwenigern das Ergebnis weiter in die Höhe (77. und 80.).

Folglich stehen den Benrathern heute Abend im Heimspiel (Anstoß um 19.30 Uhr an der Karl-Hohmann-Straße) gegen FC Remscheid mit Kapitän Dennis Kronenberg und Sergio Percoco nur zwei ausgebildete Verteidiger zur Verfügung, zumal Franco Martino auch noch verletzt fehlt.

"Eine ganz wichtige Partie", betont Frank Moser zu Recht. Die Hausherren sind als Tabellensechzehnter gegen den punktgleichen FC zum Siegen verdammt, wenn sie sich aus der Abstiegszone befreien wollen.

Die Gäste - mit Dschungel-Camper Thorsten Legat als Coach - reisen mit der Empfehlung an die Karl-Hohmann-Straße, jüngst beim Drittplatzierten Cronenberger SC nur 0:1 unterlegen zu sein. Moeser: "Remscheid verfügt über einen deutlich höheren Etat als wir und wurde zu Saisonbeginn als eines der Spitzenteams gehandelt."

Irgendwie läuft es bei den Gästen jedoch auch nicht rund. Folglich steht auch der FC in Benrath unter Zugzwang. Einer Punkteteilung hilft beiden Kontrahenten wenig. Nur der Sieger darf weiter Hoffnung auf den Klassenerhalt hegen.

"Vielleicht bieten wir Tobias Koß in der Abwehrkette auf", überlegt Moeser. Soufian Yasir könnte für den gesperrten Adomako ins Mittelfeld rücken. Beim Bezirksligisten FC Maroc überzeugte Yasir früher bereits auf der Sechser-Position. "Wir sind alle ein bisschen ratlos", sagt Moeser angesichts der anhaltenden Misserfolgsphase seiner Kicker. Die Lösung liegt nahe: Ein Dreier würde die Stimmung im Lager der Schlossstädter schlagartig aufbessern.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Benrath: Der VfL ist heute zum Siegen verdammt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.