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Benrath
Die unendliche Geschichte von Hassels Fit

Benrath: Die unendliche Geschichte von Hassels Fit
SG-Vorsitzender Wolfgang Monski in der Damen-Umkleidekabine, wo Pink-Töne dominieren sollen. Auch dort sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen. FOTO: Olaf Staschik
Benrath. Eigentlich hätte das Sport- und Gesundheitszentrum schon längst in Betrieb gehen müssen. Doch die Arbeiten haben sich immer wieder verzögert. Der Betreiber des Fitnesscenters plant dennoch ein Soft-Opening am 20/21. Februar. Von Birgit Wanninger

Es ist eine unendliche Geschichte, die von Hassels Fit. Eigentlich hätte das Sport- und Gesundheitszentrum schön längst eröffnet sein müssen. Doch immer noch geben sich die Arbeiter die Klinke in die Hand. Dabei war zuletzt davon die Rede, dass Hassels Fit im Februar fertig sein sollte. Spätestens nach Karneval hieß es. Karneval ist nun vorbei, und die Arbeiten sind immer noch nicht beendet.

"Wenn einmal der Wurm drin ist", sagt Wolfgang Monski, Vorsitzender der SG Benrath-Hassels, "dann geht er wohl nicht mehr raus." Täglich ist er mit seinem Vize Hans Dieter Löhe auf der Anlage Am Wald. "Zuerst war es der Baustopp", sagt Monski und stöhnt. Resigniert spricht er von "Pleiten, Pech und Pannen". Denn als 2012 die Arbeiten starteten und ein Teil des Rohbaus stand, ging der Bauträger pleite. Das bedeutete Baustopp. Vergangenes Jahr haben die Bauarbeiten wieder begonnen. Monski hatte einen detaillierten Zeitplan. Im Juni 2015 stand der Rohbau, und er ging davon aus, Hassels Fit im September eröffnen zu können.

Für die damals 3,25 Millionen teure Multifunktionshalle wurde mit Unterstützung der Stadt ein neues Konzept erstellt. Von den ursprünglich 2400 Quadratmetern sind jetzt nur noch 1400 für die SG übrig geblieben. Den Rest hat die Stadt übernommen, für ihre Sport- Kita. Und auch dort ist noch nichts fertig.

Zwar ist der künftige Spielplatz als solcher ersichtlich. Auch die Wege sind teilweise asphaltiert. Doch es bleibt ein Labyrinth von zahlreichen Bauzäunen. Dutzende von Autos der Handwerker stehen auf dem Gelände. Es wird fleißig gearbeitet. Und das muss auch so sein, meint der künftige Betreiber des Fitnesscenters bei Hassels Fit, Udo Löper. Denn er wollte ursprünglich im Dezember an den Start gehen.

Jetzt hofft er auf Ende Februar. Am Wochenende 20./21. Februar soll es für das Fitnessstudio ein sogenanntes Soft-Opening geben. "Ich hoffe, wir sind dann betriebsbereit", sagt Löper, der sich für seine ersten Kunden einige Besonderheiten hat einfallen lassen. "Hier sollen die Kardio- und Trainingsgeräte künftig stehen", sagt er und blickt in den rund 250 Quadratmeter großen Raum. "Die Geräte sind schon lange produziert", sagt er. Sie stehen auf Abruf bereit. Verschiedene Modelle stehen schon in der großen Halle, quasi zur Ansicht. Sie fallen auf durch ihr elegantes Design, bei dem die Farbe Rot dominiert. "Das ist extra nach unseren Vorstellungen so angefertigt worden", sagt Monski nicht ohne Stolz.

Von der großen Halle geht es in den Bistro-Bereich. Dort ist zwar der Boden verlegt, aber da die Arbeiter hier ständig durchlaufen, passiert dort noch nichts. Das gilt auch für die Küche, die noch nicht eingebaut ist. "Die Sauna funktioniert schon", sagt Monski sarkastisch. Was man von den Duschen nicht behaupten kann. Die Bäder sehen zwar schön aus, aber sie sind noch nicht fertig. Dafür liegen die Arbeiten bei den Umkleidekabinen in den letzten Zügen. Schicke Farben dominieren bei den Spinden: türkis für die Männer, pink bei den Damen. Zwar ist die Heizung voll funktionstüchtig, doch das große Ärgernis bleibt: die Lüftungsanlage. Vorstandsmitglied Hans Dieter Löhe erklärt: Ein Unternehmen habe Aufträge an ein Subunternehmen weitergeleitet und das wiederum an ein weiteres Subunternehmen. Da wurden Termine nicht eingehalten. Bedauerlicherweise sei das ausgerechnet der Lüftungsbauer gewesen, so dass Folgearbeiten nicht gemacht werden konnten. "Dabei haben viele Handwerker schon Drumherum gearbeitet", sagt Löhe. Die Arbeiten an der Lüftungsanlage sind immer noch nicht abgeschlossen, und es habe auch schon Ärger mit der ausführenden Firma deswegen gegeben", fügt Monski hinzu.

"Doch jetzt geben die Arbeiter auf einmal richtig Gas." Denn es gebe schon einen - bis dato - inoffiziellen Eröffnungstermin, an dem auch Oberbürgermeister Thomas Geisel kommen soll. Aber Monski bleibt skeptisch und will erst die Genehmigung für die Teil-Inbetriebnahme abwarten. Heute soll er das Ergebnis bekommen.

Quelle: RP
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