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Benrath
DRK setzt auf Sana-Mitarbeiter

Benrath. Nach dem Erwerb des Seniorenheimes in Benrath bleibt für Bewohner und Personal alles beim Alten. Das DRK, das in Wersten und Reisholz Heime betreibt, plant, weitere Seniorenzentren zu übernehmen. Von Simona Meier

Wer demnächst einen stationären Pflegeplatz oder eine Kurzzeitpflege in Benrath sucht, wird beim Deutschen Roten Kreuz fündig. Die 100 Plätze im Sana Seniorenzentrum werden bald vom DRK betrieben. 2007 war das Zentrum auf dem Gelände der Sana Klinikenen Benrath neu errichtet worden.

Da alles auf dem neuesten Stand ist, werden die neuen Betreiber keine baulichen Veränderungen vornehmen müssen. Anders sieht das am zweiten Standort aus, den das DRK ebenfalls von den Sana-Kliniken übernimmt. In Gerresheim wird neu gebaut. Dort soll ein Gesundheits-Campus entstehen. In Benrath wird hingegen alles beim Alten bleiben. Das gilt insbesondere für das Personal. "Wann genau die Mitarbeiter von uns übernommen werden, steht noch nicht fest. Der Betriebsübergang hat noch nicht stattgefunden", sagt Stefan Fischer, Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste in Düsseldorf. Er rechnet damit, das im Spätsommer alles über die Bühne gegangen ist. Dann wird das DRK die Immobilie anmieten.

Über den Kaufpreis für die Übernahme der Seniorenzentren von den Sana-Kliniken haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. In einer Betriebsversammlung wurden die betroffenen Mitarbeiter bereits über die künftigen Veränderungen informiert. Nach ersten Gesprächen werden alle Betroffenen aktuell schriftlich informiert.

Einrichtungsleiterin Kerstin Hellmann ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass die Mitarbeiter wegen der anstehenden Veränderungen Ängste hätten. Das DRK möchte mit der gleichen Belegschaft weitermachen und alle arbeitsvertraglichen und tariflichen Rechte und Besitzstände in vollem Umfang erhalten.

"Von Vorteil ist, dass wir den gleichen Tarifvertrag wie Sana anwenden und die gleiche Zusatzversorgung haben", sagt Stefan Fischer.

Aus seiner Sicht soll sich am Benrather Standort nichts verändern. Angebote wie die Kinaestetik, die Verbesserungen in der Bewegungsaktivität vorsehen, sollen erhalten bleiben. "Wir machen weiter, mit dem was gut läuft und werden in Zukunft auch an neuen Konzepten arbeiten oder Angebote aus anderen Häusern dazu nehmen", sagt Stefan Fischer. Ansprechpartner für Neuanmeldungen bleiben die bisherigen Mitarbeiter. Auch das Platzangebot verändert sich nicht. Es gibt weiterhin 84 Plätze in vollstationärer Pflege und 16 Plätze für die Kurzzeitpflege.

Geplant ist zukünftig die Übernahme weiterer Seniorenzentren. Seit mehr als 50 Jahren gehört die Pflege und Betreuung alter Menschen zu den Kernkompetenzen des Wohlfahrtsverbands, der bisher vier Seniorenzentren in Düsseldorf betreibt. "Es gibt in Düsseldorf auch mit Blick auf den demographischen Wandel eine hohe Nachfrage", sagt der Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste.

Das Deutsche Rote Kreuz betreibt im Düsseldorfer Süden den Standort Wersten und ein weiteres Haus in Reisholz. "Dort sind nach dem Umbau 16 Plätze weggefallen, so dass wir dort 134 Plätze im Angebot haben", sagt Stefan Fischer, Geschäftsführer der DRK-Pflegedienste. Ursache dafür ist, dass ab 2018 Alten- und Pflegeheime 80 Prozent Einzelzimmer bereitstellen müssen.

Quelle: RP
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