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Gas versprüht
Feuerwehr-Großeinsatz bei dm in der Benrather Fußgängerzone

Düsseldorf-Benrath: Gas versprüht - Feuerwehreinsatz bei dm
Einsatzkräfte der Feuerwehr in der Benrather Fußgängerzone. FOTO: Andrea Röhrig
Düsseldorf. Am Montagmittag sind Polizei und Feuerwehr mit einem Großaufgebot in die Fußgängerzone in Düsseldorf-Benrath ausgerückt. Ein dm-Markt wurde geräumt. Ein Kunde hatte Hundeabwehrspray versprüht. Zwölf Personen wurden vom Notarzt untersucht.

Helle Aufregung herrschte am Mittag in der Benrather Fußgängerzone. Im Drogeriemarkt dm an der Hauptstraße hatte ein Kunde im Verkaufsraum ein so genanntes Hundeabwehrspray, eine Art Pfefferspray, versprüht. Polizei und Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an Kräften an.

Passanten zählten bis zu 13 Fahrzeuge, darunter neben der Polizei auch Krankenwagen und Notarzt. Zwölf Personen hatten etwas von dem Spray inhaliert und wurden von den Einsatzkräften untersucht. Eine Person wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, teilte die Feuerwehr mit.

Spray wahrscheinlich unabsichtlich versprüht

Die Polizei sperrte zunächst den kompletten Durchgang der Fußgängerzone. Unterdessen sorgten Lüfter der Feuerwehr dafür, dass sich der Stoff aus dem Verkaufsraum des dm verzog. Nach rund 20 Minuten  öffnete die Polizei einen Durchgang, damit  die Leute passieren konnten. 

Gegen 14.10 Uhr rückte die Feuerwehr ab. Der dm konnte da aber noch nicht wieder freigegeben werden. Zunächst, so der Feuerwehrsprecher weiter, müsse ein Mitarbeiter des Amtes für Verbraucherschutz klären, ob etwas von dem versprühten Stoff in zum Verkauf stehende Lebensmittel gelangt sei.

Nach Sichtung des Videomaterials aus der Überwachungskamera geht die Polizei davon aus, dass das Spray eher unbeabsichtigt versprüht wurde. Auf dem Band ist nach Angaben einer Polizeisprecherin zu sehen, wie ein älterer Mann im Kassenbereich nach dem Bezahlen die Spraydose drückt, wodurch der Stoff freigesetzt wurde. Bevor die Einsatzkräfte eintrafen, war der Mann verschwunden. Die Polizei hat Anzeige gegen unbekannt wegen fahrlässiger, gefährlicher Körperverletzung  geschrieben. Der Mann wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

(Andrea Röhrig)