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Längste Theke im Düsseldorfer Süden
Benrather Bierbörse lockt mit 700 Sorten

Prost! Gute Stimmung auf der Benrather Bierbörse
Prost! Gute Stimmung auf der Benrather Bierbörse FOTO: Georg Salzburg
Düsseldorf. Mehrere Tausend Besucher kamen zur Traditionsveranstaltung. Das Angebot reichte an diesem Wochenende von Klassikern über Früchtebier bis hin zu Exotischem aus Asien. Von Maximilian Krone

Die sprichwörtlich längste Theke der Welt finden Besucher an diesem Wochenende einmal nicht in der Altstadt, sondern im tiefen Süden der Stadt. Benrath ist drei Tage lang fest in der Hand derer, die den Gerstensaft besonders schätzen. Mehrere Tausend Besucher tauchen auf der Bierbörse in die zahlreichen Geheimnisse von Hopfen und Malz ein. Experimentierfreudigen bieten die Stände etwa 700 Sorten zur Auswahl – das ist rekordverdächtig.

Allein das Haus der 131 Biere sorgt bei manchem Besucher fast schon für Überforderung. "Ich stehe jetzt seit fünf Minuten hier, habe mich aber immer noch nicht entschieden", sagt Thorsten Franz, der sich schließlich von einem Mitarbeiter des Ausschanks beraten lässt. "Wichtig ist, dass man für sich erst mal entscheidet, welche Art Bier man haben will", sagt der Mitarbeiter. Da gäbe es obergäriges Bier, wie beispielsweise das Düsseldorfer Alt und untergäriges Bier, wie das klassische Pils. Besonders der Anteil an Hopfen und Malz sei entscheidend für die Geschmacksnote.

Nicht selten rührt der Name der verschiedenen Bierarten von der Brauart des Biers her. Beim Pils, also untergärigem Bier, sinkt die Hefe nach der Gärung, auch Fermentation genannt, nach unten. Beim Altbier als obergärigem Bier ist es genau umgekehrt. Die Hefe steigt nach oben, übrigens eine Gemeinsamkeit des Düsseldorfer Altbieres und des helleren Kölsch.

Bei den klassischen Bieren will Thorsten Franz es aber an diesem Tag nicht belassen. Er entscheidet sich schließlich für ein nordisches Bier. "Das schmeckt schon etwas anders, als das, was ich hier gewohnt bin. Aber es lohnt sich, mal etwas anderes zu probieren", sagt er. Mit seiner Wahl zählt er allerdings noch eher zu den eher konservativen Besuchern. Zugleich Höhepunkt und Abschreckung stellt für viele Neugierige der Stand mit den belgischen Spezialbieren dar. Auf dem Aushang stehen Sorten wie Erdbeer- und Himbeerbier. Einige Gäste der Benrather Börse trauen sich dann aber doch.

Fotos: 2014: Bierbörse in Benrath hat geöffnet FOTO: Günter von Ameln

Zu ihnen gehört Frank Jumpert. Gemeinsam mit drei Freunden ist er gekommen. "Wir sind seit einigen Jahren dabei. Das ist immer ein fester Termin im Jahr für uns", sagt er, während sein Erdbeerbier eingeschenkt wird. "Schmeckt gewöhnungsbedürftig, ist aber mal was Neues", lautet sein Fazit. Seine drei Freunde versorgen sich unterdessen beim Bier-Vertreter aus Kroatien. Ein paar Meter weiter verspricht der Name ein exotisches Geschmackserlebnis. "Tiger – the Spirit of Singapur" steht in großen Lettern an dem Stand. Das Fazit fällt allerdings eher nüchtern aus. "Schmeckt wie unser Pils", sagt einer, der es gekostet hat.

Die Benrather Bierbörse ist nach der in Opladen die zweitälteste Deutschlands. Sie fand in diesem Jahr schon zum 24. Mal statt.

Die Bilder von der Benrather Bierbörse 2015 sehen Sie hier!

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