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Benrath
Ein fröhliches Miteinander bei Märchen und Musik

Benrath. Heimatgemeinschaft Groß-Benrath feierte gestern ihr Sommerfes mit einem abwechslungsreichen Programm. Von Beate Gostincar-Walther

Im Hof von Haus Spilles zeigen sich ein paar versprengte Gäste, aus dem Saal klingen beschwingte Klänge des Druschba Balaika-Ochesters und dort sind alle Plätze besetzt: Mitglieder, Politprominenz und Nachbarn haben sich gestern zum Sommerfest der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath eingefunden.

Allerdings kann der Rückzug ins Haus der guten Stimmung nichts anhaben. Der Besuch des Oberbürgermeisters hatte voriges Jahr Premiere, warum sollte nicht eine Tradition daraus werden. Thomas Geisel gesteht am Mikrofon ziemlichen Zeitdruck und kommt launig auf das alle Benrather bewegende Thema: "Eine Trauerweide hätte mir allemal gereicht. Aber ganz ehrlich, es gibt drängendere Herausforderungen", bekennt er vor den Anwesenden. "Jetzt stehen die beiden unseligen Bäume da", kommentiert Marianne Holle launig, denn sie hatte als Vorsitzende der Heimatgemeinschaft für den Solitär Trauerweide gekämpft. Doch: Schwamm drüber.

Das Motto heißt jetzt "gute Laune", und dem OB fällt es leicht, mittendrin Komplimente an den Stadtteil und die Heimatgemeinschaft Groß-Benrath zu verteilen. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf lässt es sich im Anschluss nicht nehmen, den historischen Einfluss der Bürgervertretung von Groß-Benrath zu betonen: "1954 wurde sie als erste Bezirksvertretung in Düsseldorf eingerichtet, die anderen kamen erst im Jahr 1975."

Jochen Scharf, Präsident der Benrather Schlossnarren präsentiert das designierte Schlossgrafenpaar. Die karnevalistischen Adeligen Thomas Peukert und Nicole Mummert meistern routiniert ihren ersten offiziellen Termin. "Wir scharren schon mit den Hufen und freuen uns auf die Session", sagt Peukert.

Das Theater Mimento erobert mit einer Kurzversion des Stückes "Mein lieber Schwan" die Bühne. "Es geht um Tiergedichte und den Lauf der Evolution", sagt Darstellerin Carola Garbe-Bresztowszky verschmitzt. Auf jeden Fall sei es lustig. Das MundArt Kabarett gibt Bewährtes zum Besten. Und für die jungen Gäste hat sich Marianne Holle ha einen "Extra-Bonbon" ausgedacht. "Wer war die Frau Holle", das ist ein guter Einstieg für ein klassisches Märchen", meint sie überzeugt.

Am frühen Nachmittag "wackelt" allerding die Märchenstunde, weil die junge Zielgruppe ausbleibt. Doch der Name verpflichtet und Frau Holle bleibt zuversichtlich: "Vielleicht ist das ja auch was für Erwachsene." Zum Abend wird's musikalisch - da spielt die Band Super-Jazz auf.

Quelle: RP
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