| 00.00 Uhr

Benrath
Ein Matchwinner wider Willen

Benrath: Ein Matchwinner wider Willen
Konnte am Ende der Partie wieder lachen: Hayato Yakumaru (Mitte), der dem VfL Benrath mit seinen drei Toren gegen die Sportfreunde aus Niederwenigern den 4:2 Sieg sicherte. FOTO: günter von ameln
Benrath. Wegen seines Formtiefs wollte VfL-Torjäger Hayato Yakumaru vorerst nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden. Trainer Frank Moeser wechselte ihn jedoch trotzdem ein. Das Ergebnis: drei Tore. Von Helmut Senf

Manche Geschichten schreibt nur der Fußball. Etwa diese: Vor dem Landesliga-Kellerduell zwischen dem VfL Benrath und Tabellenschlusslicht SF Niederwenigern äußerte Benraths japanische Offensivkraft Hayato Yakumaru gegenüber Trainer Frank Moeser den Wunsch, wegen eines Formtiefs vorerst nur in der zweiten Mannschaft eingesetzt zu werden.

Der VfL-Coach, gerührt von Yakumarus schonungsloser Selbstkritik, verzichtete tatsächlich auf einen Einsatz des Japaners - allerdings nur für 64. Minuten. Dann wechselte Moeser seinen Torjäger ein und Yakumaro wurde mit drei Treffern prompt zum Matchwinner einer überaus umkämpften Auseinandersetzung.

4:2 bezwangen die Schlossstädter am Ende verdient die angereisten Sportfreunde und feierten mit "drei ganz wichtigen Punkten" (so Moesers Fazit) eine geglückte Premiere auf dem neu verlegten Kunstrasen. Nicht zu vergessen eine weitere Geschichte: VfL-Verteidiger Patrick Breidohr glänzte mit gewohnter Zweikampfstärke bei seiner Rückkehr ins Benrather Landesligateam in der Innenverteidigung neben Kapitän Dennis Kronenberg. Das Bemerkenswerte: Breidohr hatte verletzungsbedingt eineinhalb Jahre pausieren müssen.

Gegen eine engagiert aufspielende Gäste-Elf sahen sich die Benrather anfangs in die Defensive gedrängt. Die VfL-Führung durch Mike Neuen (16., nach Steilpass von Martin Sosnik), war zunächst durchaus schmeichelhaft. Gegen Dominik Enz musste Keeper Pascal Pitzer einen möglichen Ausgleich per Fußabwehr verhindern (23.). Für Offensivimpulse der Hausherren sorgte Yannick Krohn. Pech für den dribbelstarken Youngster: Seinen Drehschuss aus 18 Metern wehrte der SF-Torhüter Daniel Paries reaktionsschnell zu Ecke (37.). Unmittelbar vor der Pause hätte Benraths Sturmspitze Engin Cakir erhöhen müssen. Nach Kopfball-Vorlage von Sosnik verzog Cakir aus zwölf Metern frei stehend (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Gäste mit temporeichen Angriffsaktionen unermüdlich gegen die drohende Niederlage. Einschussmöglichkeiten verbuchte aber das Moeser-Team. Zunächst stoppte Paries Neuen, der von Berkant Jumerovski in Szene gesetzt worden war (51.). Cakir vergab Chancen anschließend quasi im Minutentakt: 52. (Zuspiel von Neuen) und 56. (Doppelpass mit Jumerosvki) sowie 60. (Heber über SF-Gehäuse nach Vorarbeit von Tobias Koß) und 68. (Konter, eingeleitet durch Yakumaru).

In einer Phase, in der die Gäste gedanklich präsenter wirkten, köpfte Yakumaru zum 2:0 ein (66., nach Freistoß von Kronenberg). Seiner Freude über diesen Treffer ließ der Japaner "unüblich" freien Lauf. Nur fünf Minuten später durfte Yakumaru erneut jubeln. Einen Lattenabpraller von Krohn versenkte er im Nachschuss (70.).

Im Gefühl des sicheren Sieges erlaubten sich die Benrather in der Schlussphase Nachlässigkeiten, die von den Gästen konsequent bestraft wurden. Durch Marius Müller (82., direkt verwandelter Freistoß) und Lauritz Angerstein (85.) fanden die Sportfreunde kurz vor Ende der Partie noch Anschluss. Erst ein Konter besiegelte deren Niederlage. In der zweiten Minute der Nachspielzeit traf - na, wer schon? - Yakumaru zum 4:2.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Benrath: Ein Matchwinner wider Willen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.