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Benrath/Hassels
Ein neuer Pfarrer für die Anbetungskirche

Benrath/Hassels. Ein Jahr war die evangelische Gemeinde in Hassels und Reisholz nach dem Weggang von Frank Bublitz ohne einen eigenen Pastor. Am Samstag hat Christoph Breer die Arbeit aufgenommen. Von Marie Dawin

Gestern war es endlich soweit: Nach langem Warten hielt Pfarrer Christoph Breer seine ersten beiden Gottesdienste in der evangelischen Kirchengemeinde Benrath-Hassels: um 9.30 Uhr in der Anbetungskirche in Hassels und um 11 Uhr in der Dankeskirche in Benrath. Nachdem der ehemalige Pastor Frank Bublitz die Gemeinde vergangenen Mai nach 14 Jahren verlassen hatte, übernahmen zeitweise Aushilfspfarrer die Arbeit im Gotteshaus.

Doch nun ist mit dem 54-jährigen Christoph Breer ein neuer Hauptamtlicher für die Anbetungskirche gefunden. "Ich freue mich schon auf meine Zeit hier. Ich werde zwar hauptsächlich in Hassels tätig sein, aber falls Pastor Florian Specht von der Dankeskirche mal verhindert ist, helfe ich auch in Benrath aus", sagt Breer, der vorher 17 Jahre als Schulpfarrer gearbeitet hat.

Für die erneute Tätigkeit in einer Gemeinde habe er sich im Übrigen bewusst entschieden, erzählt er: "Ich wurde ja für den kirchlichen Dienst ausgebildet und wollte gerne wieder in diesem arbeiten. Außerdem ist es eine spannende Herausforderung für mich." Und auch der Entschluss, in einer Kirche im Düsseldorfer Süden tätig zu werden, war für ihn schnell klar: "Bevor ich am Berufskolleg gearbeitet habe, war ich als Pfarrer schon in Stadtrandbezirken aktiv und konnte Erfahrung sammeln. Hassels passte daher sehr gut."

Für seine Arbeit zieht Breer im September gemeinsam mit seiner Frau von Duisburg nach Düsseldorf. Bis zu seinem Umzug pendelt der 54-Jährige aber noch täglich mit der Bahn zur Kirche. "Wir wohnen dann später in Hassels. Die Region und die Stadt selbst gefallen mir sehr gut", meint der Pfarrer. Breers offizielle Einführung ist am Sonntag, 24. September, um 15 Uhr in der Anbetungskirche.

Seine fünf Kinder werden ihn jedoch nicht nach Düsseldorf begleiten. "Sie sind alle schon erwachsen und wohnen nicht mehr zu Hause. Sie werden mich aber besuchen kommen", sagt er. Dass er später einmal Pfarrer werden würde, war Christoph Breer schon im Jugendalter klar. In seiner Familie ist er bereits Pastor in vierter Generation. "Dadurch wusste ich natürlich viel über den Beruf. Die Arbeit mit Menschen hat mir schon immer gut gefallen", so Breer.

Aber auch die Jugendarbeit der Kirche spielte bei seiner Entscheidung eine große Rolle: "Sie hat mir bei meinem Entschluss Pfarrer zu werden sehr geholfen." Gerade in der heutigen Zeit sei diese Arbeit wichtiger denn je: "In den letzten Jahren hat die Anzahl der hauptamtlichen Pfarrer stark abgenommen. Zudem gehen die Jugendlichen heute nicht mehr aus Tradition in die Kirche." Umso mehr möchte sich Pfarrer Breer bemühen, sie für Theologie zu begeistern und zu motivieren: "Wir müssen die Jugendarbeit in den nächsten Jahren auf jeden Fall beibehalten. Wir dürfen die junge und mittlere Generation nicht verlieren."

Quelle: RP
 
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