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Benrath
Eine Wasserdusche für das ganze Team

Benrath. 5:0 bezwang der VfL Benrath den SC Cronenberg auf dessen Platz. Bereits in der vierten Minute traf Yannick Krohn. Von Helmut Senf

Kein Champagner und kein Bier - aber immerhin eine kühle Wasserdusche musste Trainer Frank Moeser vom VfL Benrath nach dem Schlusspfiff im letzten Saisonspiel beim Cronenberger SC über sich ergehen lassen. Benraths Retter ließ die bei Siegesfeiern gewohnte Prozedur gern über sich ergehen. Mit einer engagierten Vorstellung und einem eindrucksvollen Ergebnis hatten seine Landesliga-Kicker soeben den Klassenerhalt errungen. 5:0 bezwangen die Schlossstädter die zuvor als Aufstiegsaspirant geltenden Hausherren und zogen sich mit dem Auswärtserfolg im allerletzten Augenblick selbst aus dem Abstiegssumpf. "Absolut verdient", wie Moeser voller Freude befand.

Als Tabellenachter beendet der Traditionsclub die Horror-Saison, die aufgrund der Liga-Reform vier Absteiger in die Bezirksliga schickt und für den Fünfletzten eine nervenaufreibende Relegation vorsieht. Klassenverlust oder zwei Entscheidungsspiele standen den Benrathern vor Beginn der letzten 90 Saison-Minuten durchaus noch in Aussicht. Dass es im Schlussakt eines monatelang währenden Abstiegsdramas für den VfL ein Happy-End gab, ist Belohnung und Krönung einer bravourösen Saison-Rückrunde.

Moeser, der den VfL als Lahrmann-Nachfolger in einer nahezu aussichtslosen Tabellenlage übernahm, hat eine Mannschaft geformt, die mit Leidenschaft und Einsatzwillen das Unmögliche eben doch noch möglich gemacht hat. Zum Spiel: Den technisch versierten Hausherren lieferten die Gäste vom Anpfiff an einen offenen Schlagabtausch. Während der SC mit temporeichen Kombinationen immer wieder Richtung VfL-Gehäuse drängte, stemmten sich die Benrather den gegnerischen Offensivaktionen zweikampfstark entgegen.

Mittelfeldregisseur Martin Sosnik leitete die frühe Führung ein, als er Yannick Krohn auf der rechten Seite bediente, der aus spitzem Winkel einschoss (4.). Auf der Gegenseite musste Robin Reuter gegen Sercan klären (16.). Hakan Türkman mangelte es, nach Doppelpass mit Maximilian Eisenbach, an Konsequenz im Abschluss (18.). Nach einem Freistoß von Kapitän Dennis Kronenberg überlief Hayato Yakumaru die SC-Abwehr über links. Seinen Querpass brauchte Sven van Beuningen nur zum 0:2 einschieben (32.).

Zur Pause wechselte der VfL-Coach Yasin Sahin für den wegen eines Verbal-Gefechts Gelb-Rot-gefährdeten Torschützen van Beuningen ein. Sahin rechtfertigte seinen Einsatz erstmals, als er nach Zuspiel von Kronenberg zum erfolgreichen Torabschluss kam. Sein Treffer jedoch wurde wegen Abseits nicht gewertet. Wenig später bereitete Sahin das vorentscheidende 0:3 mit einem klugen Diagonalpass vor. Mario Stoffels vollendete aus knapp zwölf Metern (60.). Anschließend legte Sahin das Leder nach einem Solo auf der linken Seite zurück in den Strafraum. Erneut traf Stoffels zur Entscheidung ins Schwarze (64.).

Trotz klarer Führung ließen die Benrather nicht nach. Stoffels legte für Sahin auf, der jedoch verfehlte den SC-Kasten deutlich (69.). In der Schlussphase war es der unermüdlich rackernde Fred Adomako, der mit einem Heber über Freund und Feind hinweg den umjubelten Schlusspunkt eines denkwürdigen Saisonabschlusses setzte (70.).

Quelle: RP
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