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Benrath
Eishalle öffnet erst zum 16. Oktober

Benrath: Eishalle öffnet erst zum 16. Oktober
Jürgen Schmitz, neuer Chef der Benrather Eissporthalle, an der Stelle, an der der Beton bröckelte und die Kühlrohre nun tiefer gelegt werden müssen. FOTO: Olaf Staschik
Benrath. Grund sind aufwendige Reparaturarbeiten, erklärt der neue Eishallenchef Jürgen Schmitz die Verzögerung. Von Birgit Wanninger

Damit hatte Jürgen Schmitz wohl nicht gerechnet. Seit einen Monat ist er Geschäftsführer der Benrather Eissporthalle, und jetzt muss er mitteilen, dass die Halle wegen aufwendiger Reparaturarbeiten voraussichtlich erst zum 16. Oktober ihren Betrieb wieder aufnehmen kann.

In der Eissporthalle ist ein großer Schaden auf der Eisfläche entstanden. "Beim Enteisen sind plötzlich einige Rohre zutage gekommen", sagt Manfred Otto. Der ehemaligen Geschäftsführer, der jetzt im Ruhestand ist, hat das noch in seiner Amtszeit festgestellt. Der Beton bröselte auf einer Fläche von Rund 20 Quadratmeter. Ein Sachverständiger für Kälteanlagen wurde eingeschaltet und die Ursache stand schnell fest. Die sogenannte Armierung, ein Stahlgitter, fehlt - und das seit dem Bau der Eissporthalle. "Das ist einfach vergessen worden", mutmaßen der ehemalige und der neue Geschäftsführer der Eissporthalle. Otto wundert sich sogar, dass das Problem erst jetzt auftaucht.

Jetzt müssen die Rohre, durch die der Ammoniak fließt, um das Eis kühl zu halten, tiefer und eine neue Betonschicht gelegt werden.

Den Auftrag für den Betonbau hat Schmitz schon erteilt. Die Ausschreibung für die Tieferlegung der Rohre läuft noch. "Ich muss die Angebote abwarten", sagt Schmitz. Vor allem die Betonarbeiten dauern. Er rechnet mit mindestens drei Wochen allein für diese Arbeiten.

Doch der neue Geschäftsführer, der sich in Sachen Eis und Eiszubereitung bestens auskennt, kann dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen. Dadurch, dass die ganze Anlage ammoniakfrei sei, können einige Dinge - wie beispielsweise Ventile austauschen - ohne großen Aufwand und gefahrlos erledigt werden.

25 Jahre lang war Jürgen Schmitz Havarie-Kommissar und Sachverständiger für Transportschäden. Dann hat der Duisburger vor rund 20 Jahren die Eisporthalle in Duisburg übernommen, deren Gesellschafter und Geschäftsführer er war. Vor fünf Jahren hat er die Halle verkauft, blieb aber als Geschäftsführer. Als vergangenes Jahr eine Kölner Unternehmensgruppe die Duisburger Halle übernahm, kam das Angebot der Stiftung der Stadtsparkasse. Für den 63-Jährigen ist Benrath noch einmal eine neue Herausforderung.

Denn der Eissport, vor allem Eishockey, liegt dem DEG-Fan besonders am Herzen. Seine beiden Söhne spielen Eishochkey. Und nicht ohne Stolz erzählt Schmitz, dass er das Eis aufbereitet hat für ein Eishockeyspiel mit mehr als 77 000 Zuschauern auf Schalke.

Die erfolgreiche Arbeit von Manfred Otto, so lautet sein Ziel, möchte er weiterführen. Er wünscht sich, die Besucherzahlen nochmals zu steigern. Allerdings nicht in der nächsten Saison. Denn das ist wegen der späten Öffnung - normalerweise beginnt der Betrieb nach den Sommerferien - schlecht möglich.

Quelle: RP
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