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Benrath
Fällt die Pappel-Entscheidung am Montag?

Benrath. Im Stadtrat wurde der CDU-Antrag für die Ein-Baum-Lösung in den Fachausschuss geschoben.

Marianne Holle und ihre Mitstreiter, die sich dafür einsetzen, dass die neu gemachte Insel im Benrather Schlossweiher mit nur einer Trauerweide und nicht noch zusätzlich mit einer Säulenpappel bepflanzt wird, müssen sich derzeit vorkommen wie in einer endlosen Partie Billard. Denn wie in einem Drei-Banden-Spiel wird die Kugel der Entscheidung immer wieder woanders hingespielt. Der Stadtrat hat am Donnerstag auf Antrag der Ampel aus SPD, Grünen und FDP entschieden, dass der Vorstoß der CDU, dem Bürgerwillen mit einer Ein-Baum-Lösung zu folgen, nun am Montag im Ausschuss für öffentliche Einrichtung, 15 Uhr, Rathaus Stadtmitte, entschieden wird.

Bei einer früheren Sitzung des Aussschusses hatten sich die Mitglieder der Ampel entsprechend der Denkmalschutzentscheidung mit zwei Bäumen positioniert. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf (CDU) hätte sich in der Ratssitzung gewünscht, dass Oberbürgermeister Thomas Geisel, der als Verwaltungschef auch für die Untere Denkmalbehörde zuständig ist, dem Wunsch der Bürger gefolgt wäre und so entschieden hätte: "Er hat sich aber drumrumlaviert", sagt Graf. Das zuständige Amt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Rheinland hatte in einem Brief an Marianne Holle geschrieben, dass die Untere Denkmalbehörde die letzte Entscheidungsgewalt hat. Geisel hatte im Februar im Gespräch mit unserer Redaktion gesagt, dass er enttäuscht sei, dass die Ausschuss-Mitglieder die vom Gutachten empfohlene Bepflanzung von zwei Bäumen - Weide und Pappel - auf der Insel positiv zur Kenntnis genommen hätten. Er könne nicht nachvollziehen, was es mit Denkmalschutz zu tun habe, wenn etwas seit mehr als 60 Jahren nicht mehr vorhanden sei.

(rö)
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