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Benrath
Fest bringt Flüchtlinge und Benrather zusammen

Benrath. Schon von weitem war das ausgelassene Lachen der Kinder zu hören und der Duft von Grillfleisch an der Benrodestraße zu riechen. In der dortigen Flüchtlingsunterkunft fand ein Sommerfest statt, das den Namen Nachbarschaftsfest verdient gehabt hätte. Denn die Nachbarn kamen in Scharen, schlenderten über das Gelände, aßen, tranken und schauten sich die Container aus der Nähe an. Von Maximilian Krone

So mancher tauschte sich in lockerer Atmosphäre mit den Bewohnern der Anlage aus. Am Samstagnachmittag fand man dort alles, was ein gutes Fest ausmacht. Reichlich zu essen und trinken und die Gelegenheit zum Plausch. Für die Kinder gab's eine Hüpfburg. Weiter hinten auf dem Gelände konnten sie sich schminken lassen oder sich die neuen Gemüsebeete anschauen.

Eines aber war nicht zu finden: Vorurteile. Die Benrather waren den neuen Nachbarn gegenüber sehr aufgeschlossen und diese taten ihr Nestes, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. "Als wir vom Sommerfest erfahren haben, dachten wir, dass das eine gute Gelegenheit wäre, sich mal selbst ein Bild von der Anlage und den Bewohner zu machen. Sonst liest oder hört man ja nur die Berichte in den Medien", sagte Uta Frank, die das Fest mit ihrem Mann besuchte. "Die Verständigung mit den Bewohnern ist natürlich nicht einfach, da viele kein Englisch sprechen. Aber ein paar Bewohner haben uns schon auf Deutsch begrüßt", erzählt die 57-Jährige.

Ein reger Austausch fand auch am Schminkstand von Ria Gubitz statt. Sie engagiert sich ehrenamtlich und gibt ein Mal pro Woche Deutschunterricht. Beim Fest schminkte sie Kinder. So auch Mirsad (7), der vor zwei Jahren aus Bosnien nach Deutschland kam und die zweite Klasse besucht. Zusammen mit Verwandten war er zu Besuch bei Bekannten, die in der Anlage an der Benodestraße wohnen. Zurzeit leben dort rund 200 Flüchtlinge.

Quelle: RP
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