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Benrath
Freude über RRX-Kabinettsbeschluss

Benrath. Lange hatten die Lokalpolitiker einen Halt des Schnellzuges in Benrath gefordert, nun hat das Bundeskabinett das rund 100 Millionen Euro teure Projekt als Teil des Bundesverkehrswegeplanes beschlossen. Von Maximilian Krone

Nachdem der Halt des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) in Benrath im Bundesverkehrswegeplan bereits unter "vordringlichem Bedarf" eingestuft wurde, rückt die Umsetzung nun noch ein Stück näher. Denn das Bundeskabinett hat den vorgelegten Plan des Bundesverkehrsministeriums abgesegnet und damit auch den Halt in Benrath. Die Finanzierung des Projektes, das zusätzliche Kosten von rund 100 Millionen Euro mit sich bringt, ist somit schon mal gesichert.

Bei den Lokalpolitikern sorgte diese Nachricht überwiegend für Freude. "Ich denke das ist ein Meilenstein für Benrath ebenso für die Errichtung des Albrecht-Dürer-Berufskollegs", sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 9, Udo Skalnik. Gleichzeitig mahnt er aber auch eine Planung an, die die Bedürfnisse der Anwohner berücksichtigt. "Wichtig wird auch sein, dass wir im Bereich der Further Straße eine adäquate städtebaulich wie ökologisch verträgliche Lösung erreichen", sagt er.

Aus diesem Grund schrieb die SPD-Fraktion in der BV 9 auch an das Bundesverkehrsministerium. In dem Schreiben heißt es, dass "die Massivität des geplanten Bauwerks mit einer Höhe von bis zu zwölf Metern, das Heranrücken an die angrenzende Wohnbebauung und die zu erwartende Verschattung von Gärten, Häusern und Wohnungen sind in keiner Weise für die Betroffenen wie auch für die örtlichen politischen Vertreter akzeptabel." Die SPD-Fraktion fordert daher die umfassende Prüfung der Lärmvorsorgemaßnahmen und eine sinnvolle städtebauliche Eingliederung des neuen Schienensystems. "Vor diesem Hintergrund bitten wir mit Nachdruck zu prüfen, ob die Bahntrasse durch ein Tunnelbauwerk unterquert werden kann", heißt es in dem Schreiben an den Bundesverkehrsminister.

Auch Andreas Hartnigk, CDU-Verkehrsexperte im Stadtrat, will die Planung des Lärmschutzes - besonders in Reisholz - im Blick behalten. Bei ihm überwiegt aber deutlich die Freude. "Das ist eine tolle Entscheidung für Benrath und den gesamten Düsseldorfer Süden. Dafür haben wir lange und überparteilich gekämpft", sagt er.

Das Projekt könne jetzt aber nicht am Ausbau des Lärmschutzes scheitern. Hartnigk ist in dieser Sache aber optimistisch. "In den Planungen für die Querung in Reisholz gab es ja auch schon Veränderungen. Das dortige Problem gibt es in Benrath beispielsweise nicht." Eine Lösung sei daher machbar. Mit einem Halt des Schnellzuges würde verhindert, dass noch mehr Pendler mit dem Auto in die Stadt fahren, weshalb er die Entscheidung sehr begrüße.

Quelle: RP
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