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Benrath
Für den SPD-Ortsverein ist das Thema "Weide" nicht erledigt

Benrath. Die Diskussion um das Thema Weide oder Weide und Pappel auf der Schlossweiher-Insel ist noch nicht zu Ende. Denn inzwischen geht es um mehr als nur um die Bepflanzung. Das erklärte Udo Skalnik im Gespräch mit unserer Zeitung. Ob als stellvertretender Bezirksbürgermeister, als Bürger oder als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Benrath-Urdenbach, Udo Skalnik ist nur für die Weide. Von Birgit Wanninger

Das wünscht sich auch die Mehrheit der Bevölkerung, und damit den Zustand wie er vor dem Pfingstorkan "Ela" war - also die Weide als Solitär. Und dieser Wunsch wurde ignoriert. Umso mehr, so Skalnik, sei der SPD-Ortsverein Benrath-Urdenbach zutiefst enttäuscht über die Entscheidung der Ampel vergangene Woche in der Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen. Dort hatte die Ampel beschlossen, die Insel im Schlossweiher mit zwei Bäumen auszustatten.

Für Skalnik steht das im Gegensatz zu dem, was im Kommunalwahlkampf vor zwei Jahren wie auch in der Ampel-Vereinbarung versprochen worden ist: Transparenz und offene, demokratische Beteiligungsverfahren gegenüber dem Bürger. "Wir sind angetreten, um die Politik zu ändern und mehr Offenheit zu zeigen. Die Bürger sollen mitreden", sagt er.

"In der Frage der Insel im Schlossweiher wurde diese Glaubwürdigkeit jetzt aufs Spiel gesetzt", erklärt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und übt Kritik an den Grünen und an seinen Genossen. Mit diesem Beschluss sei die Chance verpasst, "mehr Demokratie zu wagen". Ja, der Fachausschuss habe sich gegen den eindeutigen Bürgerwillen positioniert, so der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und stellvertretende Bezirksbürgermeister Udo Skalnik.

Nach wie vor fragen er und seine Parteimitglieder aus dem Düsseldorfer Süden sich, warum die städtischen Denkmalschützer sich weit über 60 Jahre nicht um das "Naturdenkmal" Schlossweiherinsel gekümmert und den Denkmalschutz ausgeklammert haben. "Wer arbeitet hier eigentlich gegen die Bevölkerung?", fragt er und geht noch einen Schritt weiter: "Oder geht es hier nur um die Reputation eines Museumsleiters?"

Aus Sicht der örtlichen SPD kann das Thema mit der Pflanzung einer Pappel und einer Trauerweide "als landschaftstypischen Solitär in einer barock rekonstruierten Anlage" nicht endgültige Konsequenz sein: Zur historischen Wiederherstellung des Gartendenkmals Benrather Schlosspark müssen ihres Erachtens zwangsläufig die Pläne der Überarbeitung des Schlossparks aus den Jahren 1841 und 1843 herangezogen werden. Der Weiher erhielte dann wieder ein landschaftliches Ufer, das eindrucksvoll in einem Gemälde im Sitzungssaal des Benrather Rathauses dargestellt sei.

"Für mich ist das Thema Weide noch nicht erledigt", sagt Skalnik.

Quelle: RP
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