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Benrath
Heimatgemeinschaft blickt auf 2016

Benrath. Bauprojekte, Schlossweiher und Flüchtlinge waren Themen beim Empfang. Von Bernd Schuknecht

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath war es Marianne Holle in diesem Jahr nicht vergönnt, die zahlreich anwesenden Vertreter im Sitzungssaal des Benrather Rathauses zu begrüßen. Die Vorsitzende des seit 67 Jahren bestehenden Bürgervereins war krankheitsbedingt verhindert. Doch auch vom Krankenbett wollte sie Anteil nehmen an dem wichtigen Empfang.

Jürgen Füth erfüllte ihr als zweiter Vorsitzender gern den Wunsch, eine Botschaft für 2016 zu überbringen. Und die lautete: Die Insel im Schlossweiher solle wieder mit einem einzelnen Baum bepflanzt werden. Die Gäste reagierten mit zustimmendem Applaus. Gekommen waren unter anderem aus dem Bundestag die Abgeordneten Silvia Pantel (CDU) und Andreas Rimkus (SPD) sowie zahlreiche Vertreter aus Verwaltung und Vereinen, allen voran der Ehrenvorsitzende der Heimatgemeinschaft Groß-Benrath Eberhard Fischer.

Als Bezirksbürgermeister konzentrierte sich Karl-Heinz Graf bei seiner Rede auf Themen aus dem Düsseldorfer Süden. Zunächst räumte er dem Wunsch von Marianne Holle hinsichtlich einer Neubepflanzung der Weiherinsel gute Chancen ein. Außerdem sieht er die "neue Paulsmühle" samt Ansiedlung des Albrecht-Dürer-Berufskollegs auf einem guten Weg.

Als aus dem Publikum der politische Dauerbrenner "Angströhre" per Zuruf eingeworfen wurde, sagte Graf, er hege die vorsichtige Hoffnung, dass mit den neuen Bauprojekten auch der Angst-Charakter der Fußgängerunterführung verschwinden würde.

Weitere Themen beim Empfang waren die Neugestaltung des Benrather Marktplatzes, dessen Brunnen zunächst eine Beplankung erhält, die Deichsanierung in Himmelgeist, der Austausch von Gaslaternen sowie der Ausbau des Reisholzer Hafens, der nach Grafs Worten moderat erfolgen soll. Der geplante Ausbau war in der Vergangenheit vor allem bei den Anwohnern nicht nur auf Zustimmung gestoßen. Sie befürchten unter anderem einen negativen Einfluss auf die Umwelt.

Eine Demonstration von Einmütigkeit in der Großen Koalition in Berlin, zumindest was die Flüchtlingsproblematik anbetrifft, lieferten Christdemokratin Sylvia Pantel und Sozialdemokrat Andreas Rimkus. Beide Politiker bekannten sich zur Solidarität mit den Menschen, die aus Kriegsgebieten nach Deutschland fliehen müssen und bei uns Schutz suchen, gleichzeitig forderten sie aber auch die konsequente Verfolgung und Bestrafung von straffällig gewordenen Ausländern. Dies sei notwendig, denn die Sicherheit der Bürger müsse garantiert werden.

Quelle: RP
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