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Benrath
Hospital: Flüchtlinge ziehen bis Monatsende aus

Benrath. Es tut sich was am alten Benrather Hospital. Die Verwaltung informierte jetzt die Politik darüber, dass die etwa 20 in dem Gebäude untergebrachten Flüchtlinge bis Monatsende auf andere Einrichtungen verteilt werden sollen. Der Auszug hat mit dem Eigentümerwechsel zu tun. Rückwirkend zum 1. August ist die Liegenschaft Hospitalstraße 1 - wie viele weitere städtische Liegenschaften in Düsseldorf - in den Besitz der Städtischen Wohnungsgesellschaft SWD übergeganen.

Für das Areal an der Hospitalstraße hat dieser Eigentümerwechsel einen besonderen Charme. Denn das Wohnungsunternehmen ist von dem Verein "Gemeinsam leben am Schloss" bereits 2015 als Bauträger für das Mehrgenerationen-Wohnprojekt am alten Hospital ausgewählt worden. Durch die Übertragung muss nun nicht erst noch um den Verkaufspreis des Grundstücks zwischen Stadt und Investor geschachert werden.

Udo Skalnik (SPD), stellvertretender Bezirksbürgermeister im Stadtbezirk 9, freut sich "über diese sehr positive Entwicklung." Er wünscht sich, dass SWD-Chef Jürgen Heddergott der Bezirksvertretung "so schnell wie möglich" darüber Bericht erstattet. Am liebsten schon in der nächsten Sitzung am 26. August.

Inzwischen hat sich der Vorstand des Vereins mit dem SWD-Geschäftsführer getroffen, berichtete gestern Vorstandsmitglied Brigitte Krall: "Das Gespräch war sehr positiv." Heddergott habe dabei zugesichert, dass man sich künftig einmal im Monat treffen werde, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Aktuell hat der Verein eine Wunschliste der zukünftigen Bewohner erstellt. In dem Wohn-Projekt, das entlang von Hospitalstraße und Benrodestraße mehrere mehrgeschossige Gebäude vorsieht - das alte Krankenhaus wird dafür abgerissen- , ist neben Miet- und Eigentumswohnungen eine Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung vorgesehen sowie eine Pflege-WG. Dem Verein schwebt bei Letzterem eine Einheit mit acht Plätzen vor, wobei jedes Zimmer ein eigenes Badezimmer erhalten soll. SWD-Chef Heddergott hätte hingegen lieber eine Tagespflege mit 24 Plätzen in das Projekt integriert, berichtete Krall. Hier besteht also noch Verhandlungsbedarf.

Ein Wunsch des Vereins wird aber definitiv nicht erfüllt werden: Eine baldige Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden Kapelle für Veranstaltungen. Krall: "Damit Besucher nicht von dort aus in das Krankenhaus gelangen, soll die Kapelle nun bis auf Weiteres nicht mehr zugänglich sein." Der Verein überlegt nun, Sponsoren zu suchen, die bei der Sanierung der maroden Kapelle helfen können.

Wer Interesse hat, sich im Verein zu engagieren, es gibt regelmäßig gemeinsame Termine, kann sich per Mail unter glbenrath@t-online.de melden. www.gemeinsam-leben-am-schloss-benrath.de

(rö)
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