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Benrath
Kaum Lärm durch die neue Filteranlage

Benrath. Die geplante Anlage zur Filterung von Schadstoffen aus dem Grundwasser im Benrather Schlosspark soll für Anwohner und Besucher nur eine marginale Lärmbelastung darstellen. Gebaut wird die 1,5 Millionen Euro teure Anlage ab Herbst. Von Maximilian Krone

Die wenigen Interessierten, die die Informationsveranstaltung zum Bau der Grundwasserreinigungsanlage im Schloss Benrath besuchten, dürften erleichtert nach Hause gegangen sein. Denn den befürchteten Lärm, den die Anlage, beziehungsweise deren Bau verursachen könnte, soll sich in Grenzen halten. Im Herbst wird, so die Planungen, damit begonnen, die Anlage aufzubauen, die dann im ersten Quartal des kommenden Jahres in Betrieb gehen soll.

Rund 50 Meter vom geplanten Standort entfernt stehen die ersten Häuser. "Dort rechnen wir bei Betrieb der Anlage mit einer Lärmbelastung von rund 42 Dezibel", erklärte Umweltdezernentin Helga Stulgies. Zudem würde die Betriebsdauer der lauten Rückspülpumpen auf 30 Minuten pro Tag beschränkt. "Von 22 bis 6 Uhr stehen diese Pumpen komplett still und es entsteht kein Lärm", sagte Stulgies. Die Anlage als solche läuft 24 Stunden. Die besonders lärmintensiven Teile sollen gesondert schallgedämmt werden.

Auch Störungen durch den Bau der Anlage möchte das Umweltamt vermeiden. "Für den allgemeinen Bauverkehr nutzen wir die Brücke zur Orangerie. Nur die großen Behälter müssen über den Schlossvorplatz und den Park transportiert werden, da sie zu schwer sind. Hier werden wir aber Rücksicht auf Veranstaltungen auf dem Gelände nehmen", erklärte Ingo Valentin vom Umweltamt. Für die Errichtung der gesamten Anlage müssten zudem keine Bäume gefällt werden, versprach Stulgies.

Gebaut wird sie im Benrather Schloss-Park, in der Nähe der Urdenbacher Allee. "Wir haben elf mögliche Standorte geprüft, die aber beispielsweise aus Landschafts-, Denkmal-, und Naturschutzgründen ausgeschlossen sind", erklärte die Umweltdezernentin. Die jetzige Planung sieht eine Anlage mit bis zu sieben Behältern vor, in denen das Wasser von schädlichen chlorierten Kohlenwasserstoffen gereinigt werden soll. Von den Häusern aus wird die Anlage nicht zusehen sein, da sie von Bäume und Sträuchern verdeckt wird.

Aus einem Brunnen, der das belastete Wasser fördert, wird es zunächst in einen Mehrschichtenfilter geleitet und dort grob gereinigt. Danach gelangt es in einen Aktivkohlefilter, in dem die Feinreinigung stattfindet, bevor es schließlich in die Itter gelangt. Befürchtungen, wonach die gebrauchte Aktivkohle direkt t durch Verbrennung wieder verwendbar gemacht werden könnte, konnten die städtischen Vertreter ausräumen, denn die Kohle soll ein mal pro Jahr ausgetauscht und abtransportiert werden.

Auf die Wasserflächen im Schlosspark hat die Maßnahme keine Auswirkungen. Laut Umweltamt sei dies ein eigenständiges Wassersystem. Nicht umsetzen ließ sich laut Ingo Valentin indes der Vorschlag eine biologische Grundwasserreinigung mittels Pflanzen vorzunehmen, die den Stoff aus dem Wasser filtern. "Dazu würden wir eine riesige Fläche benötigen, die wir nicht haben."

Quelle: RP
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