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Benrath
Klare Öffnungszeiten für den Markt

Benrath. Bürger machen Vorschläge, um den Benrather Markt attraktiver zu gestalten und sammeln Unterschriften. Der Markt soll grüner werden. Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf möchte bis Ende des Jahres einheitliche Regeln. Von Birgit Wanninger

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf hat ein großes Ziel vor Augen. Er will endlich geregelte Öffnungszeiten für den Benrather Markt. Es könne doch nicht sein, dass jeder Marktbeschicker immer noch öffnet, wann er will. "Es muss konkrete Uhrzeiten und Tage geben", sagt er. Das will er noch einmal mit dem Leiter des Amtes für Verbraucherschutz, Klaus Meyer, besprechen. Und diese Zeiten sollen bindend sein, noch in diesem Jahr.

Verwirrung herrscht auf dem Benrather Markt, seit der Party-Service dort seine südländischen Cremes und Oliven offeriert. Der Wagen steht nämlich auf dem Platz des Kaffee-Oldtimers, der mittwochs bis freitags kommt. Die Marktaufsicht sei zwar gekommen, weil sich einer der Beschicker beschwert hat, doch passiert sei nicht, sagt ein Betroffener.

"So kann das jetzt nicht mehr länger weiter gehen", sagt Karl-Heinz Graf, dessen Ziel es ist, den Benrather Markt kundenfreundlich und attraktiv zu gestalten. Doch die Neugestaltung des Benrather Marktplatzes ist inzwischen eine nicht enden wollende Geschichte. Morgen beschäftigt sich erneut die Bezirksvertretung 9 damit. Diesmal sind es Bürger, die sich für eine Attraktivitätssteigerung stark machen.

Seit zwei Jahren steht das Marktkonzept schon in der Kritik. Marktstände, bei denen die Benrather vor ihrem Einkauf nie wissen, ob diese auch wirklich geöffnet haben, geschweige denn überhaupt da sind. Zu wenig Bänke, zu wenig Grün. So lauten die Hauptkritikpunkte.

Karin Fuchs und einige Mitstreiter wollen der Bezirksvertretung nun einen Entwurf vorlegen, wie der Marktplatz in Benrath attraktiver gestaltet werden kann. Die Initiative hat Unterschriften gesammelt und schlägt vor, den Marktplatz zu begrünen. In der Mitte sollen Bäume gepflanzt werden. Dies würde den Platz optisch aufwerten und zur Lösung so mancher Probleme führen, glaubt die Initiative. Durch Sitzgelegenheiten unter den Bäumen könnte es eine optische Mitte geben und Möglichkeiten zum Ausruhen oder zum Kommunizieren.

Karin Fuchs wird das Konzept in der Sitzung vortragen. Mehr noch. Sie wird auch die Empfehlungen und Ideen von Christian Tagsold mit einbringen, der der Initiative ein eigenes Konzept geschrieben hat. Der Japanologe ist Professor am Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sein Urteil über den Benrather Markt ist niederschmetternd. Er bezeichnet dem Marktplatz als Unort. Der Platz sei relativ konturlos. "Die einzige positive Ausnahme ist der Abschluss des Platzes durch eine Baumgruppe, einen Brunnen, Sitzbänke und Spielgeräte. ... Diese grüne Insel in der Fußgängerzone wird sehr gut angenommen" schreibt er in seinem Konzept.

Für Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf sind die Vorschläge sehr interessant und überdenkenswert. Ihm gefällt die Idee, mit den Bäumen, doch er sei skeptisch, dass sich alle Vorschläge umsetzen lassen. Vor allem das Pflanzen von Bäumen hält er für schwierig. Er will aber Kontakt mit den zuständigen Ämtern aufnehmen. Doch für ihn hat oberste Priorität, einen baldigen Termin mit dem Marktamt zu finden. "Am besten bei einem Ortstermin", sagt er.

Quelle: RP
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