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Benrath
Mitarbeiter des Gartenamtes pflegt Palme auf der Schloss-Insel

Benrath. So viel Humor traut man der Stadtverwaltung ja eigentlich nicht zu: Doch tatsächlich hatte Ralf Kauertz, Mitarbeiter des Gartenamtes, der zuständig ist für den Benrather Schlosspark, gestern ein Einsehen mit der kraftlosen Plastikpalme auf der Schloss-Weiherinsel.

Die war, nachdem sie Anfang Februar bei einem Sturm vom Winde verweht und von einem Benrather Schüler gefunden und in Sicherheit gebracht wurde, vergangene Woche wieder des Nachts an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Allerdings hing die Palme schlapp herunter. Bis gestern. Ein paar Stöße aus einer Luftpumpe später stand sie wieder wie eine Eins. "Da Herr Kauertz für den Baumschutz im Schlosspark zuständig ist, hat er natürlich auch die Palme in seine Obhut genommen", berichtet Silke Wiebrock, Sprecherin des Gartenamtes der RP, mit einem Augenzwinkern. Damit die Palme verkehrssicher bleibt, haben Kauertz und ein Mitarbeiter auch gleich noch den Fuß des Baumes mit ein paar Steinen beschwert. Zur Insel gelangten beide genauso wie alle anderen Palmen-Liebhaber vor ihnen: mit einem kleinen Ruderboot.

Auch bei der Stiftung Schloss und Park Benrath freut man sich über das nun wieder vor Kraft im Sonnenlicht strotzende immergrüne Gewächs. "Schön, dass sie wieder da ist", sagt Nicolas Maas, Kaufmännischer Vorstand der Stiftung.

Mitte Januar war die Palme durch einen Geburtstags-Streich auf der Insel gelandet und hatte viele Benrather amüsiert. Denn über Wochen gab es einen Disput über die geplante Neubepflanzung der Insel. Dort hatte bis Orkan "Ela" eine Trauerweide gestanden. Beim Gartenamt ist in der Überlegung, dort nach historischem Vorbild eine Säulenpappel und eine Trauerweide zu pflanzen. Sowieso setzt man in der Landeshauptstadt nach dem verheerenden Orkan auf andere Bäume. "Ich habe vor kurzem einen Vortrag in Münster über die Auswirkungen von Ela und die daraus resultierende Pflanzung von Zukunftsbäumen gehalten. Mein erstes Foto war die Weiher-Palme, mit dem Hinweis, dass wir schon mit der Umsetzung dieses Konzeptes begonnen haben. Das war ein großer Lacher", erzählt Amtsleiterin Doris Törkel. Doch eine lange Zukunft ist dieser Palme leider nicht vergönnt. "Sie ist schon ziemlich ramponiert, und verliert Luft", sagt Wiebrock.

(rö)
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