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Benrath
Moesers Abschiedsspiel beim VfL

Benrath. Nach 18 Monaten beim VfL Benrath zieht sich Trainer Frank Moeser ins Familienleben zurück. Bei der Partie gegen Klosterhardt am Sonntag geht es für sein Team um nichts mehr. Der Klassenerhalt ist bereits gesichert. Von Helmut Senf

Für Landesliga-Trainer Frank Moeser heißt es am Sonntag Abschied nehmen. Der Benrather Coach geht in den "Familienurlaub". Die Partie zum Saisonausklang zwischen dem VfL und DJK Armina Klosterhardt beendet vorerst die Trainerkarriere des 41-Jährigen. "Momentan kann ich das irgendwie noch gar nicht richtig begreifen", räumt Moeser ein, der den Benrather Traditionsclub rund 18 Monate betreut hat und sowohl in der Saison 2014/15 als auch in der Meisterschaftsrunde 2015/16 gleich zweimal vor einem drohenden Abstieg bewahren konnte.

Mit Trainer Moeser verlassen Sven van Beuningen, Tobias Koß, Hayato Yakumaru, Engin Cakir und Soufian Yasir den Verein. Alle fünf Akteure dürften am Sonntag in der Startformation gegen den Tabellenvierten stehen. Auch Spieler, die in der auslaufenden Saison nur wenig Einsatzzeiten verbuchen konnten, sind im Aufgebot zu erwarten. Maximilian Schnabel wird anstelle von Pascal Pitzer das Tor der Schlossstädter hüten. Simon Halcour, bislang ohne jede Einsatzminute, sowie Sascha Hermanns und Marius Lippa (beide lange verletzt) finden ebenfalls Berücksichtigung. Anstoß im Stadion an der Karl-Hohmann-Straße ist um 15 Uhr.

"Ich bin froh, dass wir genügend Punkte zum Klassenerhalt beisammen haben", betont Moeser vor der letzten, sportlich folglich unbedeutenden Begegnung. Klosterhardt zählt zu den Topteams der Liga. "Wir wollen uns vernünftig aus der Saison verabschieden", verspricht der VfL-Coach. Nach dem Spiel ist eine Saisonabschlussfeier geplant.

Beim Blick zurück auf eine durchaus turbulente Meisterschaftsrunde zeigt sich Moeser unterm Strich zufrieden. "Wir haben mit mannschaftlicher Geschlossenheit und einer guten Stimmung im Team viel erreicht." Aufgrund deutlicher Leistungsschwankungen allerdings haben die Benrather manchen Punkt leichtfertig verschenkt. "Vor allem unsere jungen Spieler haben nach einem Rückstand häufig die Köpfe hängen lassen." In Rellinghausen oder gegen Remscheid wurde zudem ein 2:0-Vorsprung verspielt. In Oberhausen hagelte es gar eine 1:7-Schlappe.

Eine mangelnde Leistungs-Konstanz kam auch deshalb zustande, weil die Formation Woche für Woche geändert werden musste. Moeser: "Urlaub, Verletzungen und Rote Karten haben uns immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht." Tim Stemmer ist erst zur Winterpause als Verstärkung zum VfL zurückgekehrt. Angreifer Vitalij Semenschuk war aufgrund seiner Wechselsperre in der Vorrunde nicht spielberechtigt. Der routinierte Innenverteidiger Patrick Breidohr stand aus beruflichen Gründen nur selten zur Verfügung.

Auch in der neuen Saison wird den Benrathern nichts geschenkt werden. Moeser sieht eine starke Konkurrenz. Aufsteiger 1. FC Monheim geht mit Oberliga-erfahrenen Zugängen an den Start. Oberliga-Absteiger TV Kalkum-Wittlaer könnte eine schwergewichtige Rolle spielen, sofern die Mannschaft weitgehend zusammenbleibt.

Quelle: RP
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