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Benrath
Mopped-Schützen trotzen dem Wetter

Benrath: Mopped-Schützen trotzen dem Wetter
Wesentlich weniger Mopped-Schützen als in den Vorjahren kamen zum Schützenplatz. Doch zwei Biker führen dennoch zum Kinderhospiz nach Gerresheim. FOTO: Günter von Ameln
Benrath. Der geplante Korso zum Kinderhospiz musste allerdings abgesagt werden. Um 14 Uhr ergaben sich auch die hartgesottenen Biker dem Wetter - die siebte Auflage des Treffen wurde abgebrochen. Von Monika Suski

Immer wieder werden die Pavillons auf dem Benrather Schützenplatz von heftigen Windböen erfasst und heben leicht vom Boden ab. Schnell greifen Nebenstehende nach den vier Stangen an den Seiten, um Schlimmeres zu verhindern. Überhaupt meint es das Wetter nicht besonders gut mit Besuchern und Veranstaltern des siebten Düsseldorfer Mopped-Schützen Treffen.

"Wir lassen uns den Tag vom Wetter nicht vermiesen", sagt Klaus Voß, Präses der Schützenbruderschaft St. Cäcilia, morgens um 10 Uhr noch zuversichtlich. "Und wenn nur wenige Besucher kommen, feiern wir eben nur für uns weiter." Schließlich sei sehr viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitungen investiert worden.

Auch die verschiedenen Aussteller, die das Mopped-Schützen-Treffen immer abrunden, trotzen tapfer dem ungemütlichen Wetter. "Wenn ich ehrlich bin, wäre ich bei diesem Wetter am liebsten nicht gekommen", sagt Sarina Borbola, der es dennoch wichtig war, ihr Wort zu halten. "Die Jungs haben mir meinen Pavillon festgemacht, denn dafür war ich gar nicht ausgerüstet", erklärt die Inhaberin von Sarinas Herzblut.

Ihrem Edelstahlschmuck kann der Regen zum Glück nichts anhaben. Anders sieht es da schon bei Sattler und Möbelpolsterer Robert Mischewski aus. "Ich stelle in der Regel Sachen aus, die nicht nass werden dürfen." Aus diesem Grund befand sich auf seinem Ausstellungstisch am Samstagmorgen keine Ware. "Ich habe mich heute Morgen bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg gemacht. Hätte es da schon so geregnet, wäre ich gar nicht erst los", sagt Mischewski, der aus Mönchengladbach nach Benrath gekommen ist. Höhepunkt des Treffens ist immer der rund zweistündige Motorad-Korso durch Düsseldorf hin zum Kinderhospiz Regenbogenland in Gerresheim. An das Kinderhospiz geht auch traditionell der komplette Erlös der Veranstaltung. Doch zu dem geplanten Konvoi kam es auf Grund der widrigen Umstände und der Unwetterwarnung nicht mehr.

"Die Polizisten, die den Korso begleiten sollten, empfahlen uns, diesen abzusagen", erklärt Voß. Diesem Rat folgten die Schützen und sagten daraufhin auch die ganze Veranstaltung ab. "Es war uns einfach zu gefährlich. Uns hingen irgendwann die Pavillons zweit Meter hoch in der Luft", sagt der Präses. Um die wartenden Kinder im Hospiz nicht ganz zu enttäuschen, schwangen sich zwei Fahrer kurzerhand auf ihre Maschinen und fuhren nach Gerresheim.

Statt den üblicherweise rund 300 Besucher kamen an diesem Wochenende nur etwa 50. Und davon rund 30 mit dem Motorrad. Trotzdem sind die Mopped-Schützen zuversichtlich einen ordentlichen Betrag an das Kinderhospiz spenden zu können. "Ein bisschen 'was vom Grill sowie Brötchen zum Frühstück haben wir schon verkauft", sagt Frank Moser, Pressesprecher der Schützen. Zu den Einnahmen kommen noch größere Einzelspenden hinzu.

Wieviel Spendengelder die Mopped-Schützen trotz der geringeren Besucherzahl einnehmen konnten, wird wie immer bei der Übergabe an das Kinderhospiz auf der Prummekirmes bekanntgegeben.

Quelle: RP
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