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Benrath
Nervenflattern im Abstiegsduell

Benrath: Nervenflattern im Abstiegsduell
Am Boden: Swan Oehme (vorne), Michael Wachsmann und Torhüter Maximilian Schnabel. Für den Klassenerhalt sind die VfL'er auf Schützenhilfe angewiesen. FOTO: Günter von Ameln
Benrath. VfL Benrath verliert zuhause 1:4 gegen Wülfrath, Spieler wirkten unsicher und gehemmt. Von Helmut Senf

VfL-Trainer Frank Moeser redete nach dem Schlusspfiff nicht lange drumherum. "Wir haben verdient verloren", kommentierte Benraths Übungsleiter die 1:4-Heimniederlage seiner Schützlinge im Landesliga-Abstiegsduell gegen den direkten Konkurrenten 1. FC Wülfrath. Vom Anpfiff an präsentierten sich die Gäste auf der Kunstrasenplatzanlage an der Karl-Hohmann-Straße als das bessere Team. Engagiertes Stören, Cleverness in den Zweikämpfen sowie ein unbändiger Offensivdrang zeichneten die Aktionen der Wülfrather aus.

Die Schlossstädter hingegen wirkten unsicher und gehemmt, im Angriff unkonzentriert ideenlos und präsentierten sich in der Abwehr phasenweise überfordert. "Wir hätten noch eine weitere halbe Stunde spielen können, ohne dass uns etwas gelungen wäre", befand Moser selbstkritisch mit Blick auf die Schlussphase. Bemerkenswert: Zu diesem Zeitpunkt standen die Hausherren sogar in doppelter Überzahl auf dem Platz, weil sich mit Kaan Kursun (66.) und Julian Guxha (83.) gleich zwei Wülfrather Gelb-Rot ermeckert hatten.

Wenn's mal nicht läuft, dann läuft es eben nicht. Und ehe sich der VfL - wohl bemerkt: das bis dahin erfolgreichste Rückrundenteam - versah, hatten die Wülfrather mit dem frühen Führungstreffer (10., Patrick-Daniel Fryziel) die Weichen auf jenen Sieg gestellt, mit dem sich eigentlich der Traditionsclub am vorletzten Spieltag nachhaltig aus dem Abstiegssumpf retten wollte. Nur wenig später zappelte das Leder zum zweiten Mal im Benrather Netz, als die FC-Offensive erneut nicht aufzuhalten war (11.). Zum Glück meldete der Linienrichter eine Abseitsstellung. So dauerte es bis zur 20. Minute, ehe Tayfun Uzunlar mit einem verdeckten Drehschuss erhöhte, wobei er dem VfL-Keeper Maximilian Schnabel keine Abwehrchance ließ.

Hoffnung keimte auf, als Yannick Krohn mit einem direkt verwandelten Freistoß der Anschluss glückte (22.), in einer Phase, in der die Schlossstädter etwas besser in die Partie gefunden hatten. Die Gegenstöße des FC blieben jedoch weiterhin gefährlich. Die Folge: Eine sehenswerte Kombination über Fryziel, Engin Kizilarslan schloss Ivan Simic mit dem vorentscheidenden 1:3 ab (32.). Trainer Moeser reagierte mit einem Doppelwechsel (34., Dennis Kronenberg für Krohn, Sven van Beuningen für den verletzten Martin Wachsmann), ohne jedoch die Kräfteverhältnisse auf dem Platz zugunsten der Hausherren beeinflussen zu können.

Auch nach der Pause setzte der VfL nur gelegentlich Akzente. Einen Freistoß von Mario Stoffels konnte der Gäste-Schlussmann soeben noch zur Ecke abwehren (46.). Fred Adomakos Kopfball wurde kurz vor der Linie abgeblockt (54.). Nach einem Eckstoß von Kizilisik sorgte Uzunlar dann für die endgültige Entscheidung (58.). "Wir sind durch", jubelten die zahlreich angereisten Gäste-Fans. Der VfL Benrath rutschte durch die Heimpleite auf den Relegationsrang zehn ab und muss am letzten Spieltag beim spielstarken Cronenberger SC möglichst dreifach punkten.

Quelle: RP
 
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