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Benrath
Neue Blutbuche für den Schlosspark Benrath

Benrath: Neue Blutbuche für den Schlosspark Benrath
Adelheid Klahold, Vorsitzende der Vereinigung Freunde Schloss und Park Benrath, zeigt ein Foto eines Bildes, das die alte Blutbuche zeigt. FOTO: vam
Benrath. Im Französischen Garten ersetzt ein gespendeter Baum den prächtigen Solitär aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde bei Orkan "Ela" zerstört, seine Gene wurden für Nachzüchtungen gerettet. Von Simona Meier

Noch ist das neue Exemplar etwas unscheinbar versteckt im Französischen Garten östlich des Schlosses Benrath. Es fehlt die markante Blattfärbung, die dem Baum seinen besonderen Akzent verleiht. Die frisch gepflanzte Blutbuche ist zwar schon acht bis zehn Jahre alt aber es wird noch Jahrzehnte dauern, bis sie annähernd an den prächtigen Baum aus dem Jahr 1840 heranreichen wird, dem der Orkan "Ela" ein Ende bereitete.

"Das Alter der zerstörten Blutbuche konnte anhand der Jahresringe bestimmt werden", sagt Stefan Schweizer, Wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Schloss und Park Benrath. Aus den Reststücken ist es außerdem gelungen, Gene des alten Baumes für Nachzüchtungen zu erhalten. Der große Baum ist bereits auf einem Gemälde des Künstlers Heinrich Hermanns von 1912 verewigt, das anlässlich des Kaufs des Schlosses durch die Stadt Benrath entstand. Es hängt heute im Benrather Rathaus. "Wir müssen uns also nicht streiten, was früher war", sagt Adelheid Klahold, Vorsitzende der Vereinigung Freunde Schloss und Park Benrath. Sie hat eine Nachbildung dabei, die den Urzustand zeigt.

Beim Neujahrsempfang der Vereinigung wurden 5000 Euro gestiftet, um den signifikanten und authentischen Solitär nachzupflanzen. Glücklich nahmen die Baumspender gestern die neu gepflanzte junge Blutbuche in Augenschein. Später als an vielen anderen Stellen der Stadt begann die Aufforstung der Bäume im Schlosspark.

Am Ostflügel des Schlosses, hinter dem Museum für Europäische Gartenkunst, wurden gerade neue Bäume gesetzt. Zu den weiteren Maßnahmen im Englischen und Französischen Garten gehört die Nachpflanzung von zehn Bäumen und Solitärsträuchern, die vom "Klassik Konzert Benrath" und "SC Johnson" gespendet wurden.

Die Anpflanzung der ursprünglichen Blutbuche fällt in die Zeit der Gartenkünstler Maximilian Friedrich Weyhe und Peter Joseph Lenné, die im 19. Jahrhundert den sogenannten Kurfürstengarten anlegten. Sie versuchten in dieser Zeit auch über unterschiedliche Blattfarbgebungen ein kontrastreiches Parkbild entstehen zu lassen.

"Wir wollen auch ein Zeichen setzen, dass der hintere Gartenteil mit seinen großen Schäden nicht vergessen wird", sagt die Vereinsvorsitzende Adelheid Klahold, zur Spende der neuen Blutbuche.

Quelle: RP
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