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Benrath/Hassels
Noch läuft es auf der Forststraße

Benrath/Hassels. Wegen der Verlegungsarbeiten für ein neues Hochspannungskabel ist die Forststraße seit Montag halbseitig gesperrt.Dank des geringen Verkehrs während der Osterferien ist ein Chaos bislang ausgeblieben. Von Maximilian Krone

Nun ist sie also da, die zehnwöchige Baustelle an der Forststraße. Zehn Wochen, in denen die Ein- und Ausfallstraße nach Benrath nur einspurig befahrbar ist. Die Umleitung, die durch Hassels führt, funktioniert bislang -zumindest außerhalb des Berufsverkehrs - ohne größere Probleme und stellt die Autofahrer vor keine großen Hürden, denn sie ist lediglich 2,3 Kilometer lang. Auch die Fahrzeit erhöht sich bei Normalverkehr nur um rund drei Minuten.

Grund für die Sperrung ist die Verlegung eines Hochspannungskabels. "Der Winter ist vorbei, wir können frostfrei arbeiten und deswegen geht es jetzt so richtig los", sagt Michael Pützhofen, Sprecher der Stadtwerke, deren Tochtergesellschaft die Arbeiten durchführt.

"Wir haben darauf geachtet, die Arbeiten zum Teil innerhalb der Schulferien zu legen, weil davon dann weniger Autofahrer betroffen sind", sagt Michael Pützhofen, Doch was passiert, wenn die Osterferien zu Ende sind, ist ungewiss. Denn der letzte Teil der Umleitungsstrecke ist schon im normalen Berufsverkehr überlastet.

Aus Benrath kommend führen die Umleitungsschilder die Autofahrer zunächst über die Hasselsstraße zum Hasseler Denkmal und von dort Richtung Am Schönenkamp. Vor allem zu den Stoßzeiten treffen sie dort auf besonders viele Autofahrer, die in Richtung Hilden und zur Auffahrt auf die A 59 unterwegs sind. Das dürfte wiederum zu Rückstaus auf der Hasselsstraße führen.

Des Weiteren wird die Straße von zahlreichen Pendlern genutzt, die den fast täglichen Stau und zähen Verkehr auf der Autobahn 46 in Richtung Wuppertal umgehen wollen und stattdessen nach Hilden die Strecke über den Schönenkamp wählen.

Doch nicht nur die potenzielle Staugefahr könnte für Anwohner der Umleitung für zum Ärgernis werden, sondern auch die Tatsache, dass der komplette Schwerlastverkehr derzeit für die Dauer der Baustelle komplett durch das Wohngebiet geleitet wird. Die Forststraße ist indes nicht die einzige Stelle, an der solche Arbeiten stattfinden.

Auch im Kreuzungsbereich Hildener Straße/ Am Buchholzer Busch und Schwarzer Weg / Buchholzer Busch wird derzeit gebaut. Beide Baustellen sind Teil des Projektes Südstadt der Netzgesellschaft Düsseldorf. Sie erneuert noch bis zum kommenden Jahr im Süden der Stadt auf einer Länge von zehn Kilometern von Garath bis Eller das Starkstromnetz. Begründet wird das Projekt vor allem mit strukturellen Veränderungen im Düsseldorfer Süden. So würden viele stromintensive Industrieflächen zunehmend in Gewerbeflächen und Wohngebiete umgewandelt.

Während an den Rad- und Fußwegen entlang der Forststraße an den Kreuzungen zur Bayreuther- und Hasselsstraße ein sogenanntes Bohrspülverfahren zum Einsatz kam, wird das Kabel auf einem Großteil der zehn Kilometer langen Trasse in offener Bauweise verlegt, was die zehnwöchige Sperrung nötig mache. Während diese Arbeiten noch im vollen Gange sind, sind sie am Radweg an der Münchener Straße inzwischen abgeschlossen.

Quelle: RP
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