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Benrath
Patienten ziehen auf sanierte Stationen

Benrath. Fast alle Zimmer der Sana-Klinik sind inzwischen modernisiert. Aus den Drei-Bett-Zimmern auf Station 1A/B wurden Zwei-Bett-Zimmer. Von Ina Armbruster

Nach und nach sind die Stationen des Sana-Krankenhauses in Benrath komplett saniert worden. Jetzt ist der Umbau fast fertig: Diese Woche konnten die ersten Patienten die neuen Zimmer der Stationen 1A und 1B beziehen. "Der Förderverein des Krankenhauses feiert in ein paar Tagen sein 25-jähriges Bestehen. Da die Mitglieder uns enorm unterstützen, war es uns wichtig, dass die Sanierung pünktlich zur Geburtstagsfeier abgeschlossen ist", sagt Hendrik Nordholt, der seit Mai diesen Jahres kaufmännischer Leiter der Klinik ist. Etwa 1,8 Millionen Euro kostet der gesamte Umbau, fast die Hälfte der Kosten trägt der Freundeskreis des Krankenhauses.

Anfang der Woche hat der TÜV die Station abgenommen - ein letztes Mal überprüft, ob alle Zimmer den Vorschriften entsprechen. Jetzt sind auch die Patienten der Unfallchirurgie, Neurochirurgie und Orthopädie in modernen Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. Die elektrischen Betten lassen sich auf Knopfdruck in verschiedene Positionen bringen, jeder Patient hat sein eigenes Telefon. Einen Fernseher mit Flachbildschirm gibt es ebenso wie einen Tresor für Wertsachen. "Die wichtigste Änderung sowohl für die Patienten als auch für das Personal ist wahrscheinlich, dass jedes Zimmer jetzt sein eigenes Bad hat", freut sich Pflegerin Mirsada Fazlic. Die Bäder entsprechen den neuesten Hygienestandards. Die Toiletten sind randlos für eine bessere Reinigung, kleine Aufkleber signalisieren den Patienten, wenn das Bad frisch geputzt wurde.

Patient Stefan Wendt ist begeistert von der Veränderung. Er wurde vor 19 Jahren schon einmal in der Benrather Klinik behandelt und kann sich noch gut daran erinnern: "Damals war ich in einem Sechs-Bett-Zimmer untergebracht, das Bad war auf dem Flur. Damals fand ich das gar nicht so schlimm, weil meine Zimmergenossen in meinem Alter waren und wir viel Spaß miteinander hatten", erzählt der 45-jährige lachend. Dennoch sei die Situation heute wesentlich angenehmer: "Mit der neuen Einrichtung, dem Blick auf den Park und den freundlichen Mitarbeitern komme ich mir eher vor wie im Hotel."

Beschwerden wegen des Lärms habe es während der Umbauphase kaum gegeben, sagt Nordholt: "Die Mitarbeiter haben die Patienten ausführlich darüber informiert, was gerade passiert. Da die Sanierung im Sinne der Patienten ist, gab es keine Schwierigkeiten". Besonders aufwändige Arbeiten wie Kernbohrungen seien auf die Wochenenden gelegt worden, die Patienten wurden unter anderem mit kostenlosem Sky-Fernsehen entschädigt.

Obwohl aus den meisten Drei-Bett-Zimmern inzwischen Zwei-Bett-Zimmer geworden sind, hat sich die Gesamtzahl der Betten von 211 auf 232 erhöht. "Wir konnten noch einige Räume nutzen, die vorher keine Patientenzimmer waren", erklärt Nordholt. Er freut sich über die positive Entwicklung der Klinik und möchte diese weiter vorantreiben: Das Leistungsspektrum soll vergrößert werden.

Quelle: RP
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